Mallorca immer teurer: Urlauber werden 2026 über 200 Euro ausgeben – pro Tag
Mallorca verzeichnet 2025 ein Rekordjahr: Trotz moderater Gästezahlen stiegen die Touristenausgaben deutlich – die Regierung setzt auf Qualität statt Quantität

Menschen genießen das sonnige Wetter am Strand Playa de Muro an der Nordküste der Insel Mallorca. / Foto: Clara Margais/dpa
Die Urlauber auf Mallorca und den Nachbarinseln geben immer mehr Geld aus – und die Balearen-Regierung könnte nicht glücklicher darüber sein. Wie Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Antoni Costa am Mittwoch (21.1.) bei der Tourismusmesse Fitur in Madrid erklärte, stiegen die Ausgaben der Urlauber im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro gestiegen. Für 2026 werde ein weiterer Zuwachs von 5,2 Prozent erwartet werde – auf rund 24,7 Milliarden Euro.
Costa betonte, dass diese Wachstumsstrategie auf mehr Wertschöpfung beruhen müsse und nicht auf einer unkontrollierten Erhöhung der Besucherzahlen. „Um im Wert weiter zu wachsen, müssen wir Innovation im Tourismus hervorbringen“, sagte er und unterstrich die Notwendigkeit, in Richtung einer „dreifachen Nachhaltigkeit“ voranzugehen: wirtschaftlich, sozial und ökologisch.
Schwerpunkt: Entsaisonalisierung
Einen Schwerpunkt will die Regierung besonders auf die Entsaisonalisierung setzen. Laut Bericht konzentrierte sich das Wachstum der Touristenausgaben 2025 auf die Nebensaison – von Januar bis April sowie von November bis Dezember – mit einem Plus von 10,2 Prozent, gegenüber 3,9 Prozent in der Hochsaison.
Auch die durchschnittlichen täglichen Ausgaben stützen diese Aussage. Sie lagen 2025 bei 197 Euro, das sind 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 2026 werden sie erstmals über 200 Euro pro Tag steigen – auf 206 Euro, mit einem erwarteten Wachstum von 4,3 Prozent. Bei ausländischen Touristen liegt der Tageswert bei 215 Euro – der dritthöchste in Spanien.
Inlandstourismus geht zurück
Parallel dazu wächst die Zahl der Touristen moderater. 2025 stiegen die Ankünfte um 2,1 Prozent, getragen vom internationalen Tourismus (+2,6 Prozent), während der Inlandstourismus um 1,7 Prozent zurückging. In den letzten zehn Jahren verzeichneten die Balearen ein geringeres Besucherwachstum als der nationale Durchschnitt – ein Ergebnis, das die Regierung als Bestätigung eines Modellwechsels hin zu Wachstum im Wert statt in der Menge interpretiert.
Dieses Verhalten spiegele sich direkt in der Beschäftigung wider. Die Zahl der Sozialversicherungspflichtigen in touristischen Tätigkeiten erreichte im dritten Quartal 2025 erneut historische Höchststände: 219.606 Beschäftigte. Das entspricht einem Anstieg von 29,8 Prozent gegenüber 2016 und bestätigt die strukturelle Bedeutung des Tourismus, der inzwischen 34,4 Prozent aller Beschäftigten ausmacht.
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