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"Buchungslage noch besser als erwartet": Hotels auf Mallorca starten früher als üblich in die Saison

Die Hoteliersvereinigung FEHM gab bekannt, dass rund 70 Prozent der Unterkünfte bereits im März 2026 geöffnet sein werden

Die Hotelzimmer werden langsam wieder gesäubert, im März empfangen bereits 70 Prozent der Häuser Besucher..

Die Hotelzimmer werden langsam wieder gesäubert, im März empfangen bereits 70 Prozent der Häuser Besucher.. / Bernardo Arzayus

Gute Nachrichten für Mallorca-Urlauber: Die Tourismussaison auf der Insel beginnt 2026 deutlich früher als üblich. Rund 70 Prozent der Hotels auf Mallorca werden bereits im März öffnen, teilte der mallorquinische Hoteliersverband FEHM am Donnerstag (22.1.) im Rahmen der Tourismusmesse Fitur in Madrid mit.

Damit verschiebt sich der eigentliche Saisonbeginn, der traditionell eher im April liegt, nach vorn. „Die Prognosen, die wir bereits auf dem World Travel Market in London im Herbst veröffentlicht haben, bestätigen sich – und die Buchungslage ist sogar noch besser als erwartet“, erklärte die FEHM. Und das, obwohl die Preise vieler Unterkünfte noch einmal anziehen.

Ostern fällt auf Anfang April

Ein Grund für die gute Auslastung im März ist die vergleichsweise früh anstehende Osterwoche Anfang April. Doch laut der Hoteliersvereinigung handle es sich dabei nur um einen zusätzlichen Impuls – die Entwicklung sei eher strukturell zu sehen. 20 Prozent der Hotels auf Mallorca bleiben inzwischen ganzjährig geöffnet, im Februar sind dann schon fast 40 Prozent geöffnet, und im März werden 70 Prozent der Betriebe wieder Gäste empfangen – 16 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Im April, wenn die Hochsaison offiziell beginnt, sollen 90 Prozent der Hotels geöffnet sein. Das entspricht etwa den Zahlen aus dem Jahr 2025, liege allerdings neun Punkte über den ursprünglichen Erwartungen, erklärte die FEHM.

Kritik an den Behörden

„Mallorcas Tourismus-Kalender hat sich dauerhaft verändert“, heißt es von der FEHM. Das habe Auswirkungen auf die gesamte Branche – von der Beschäftigung über die Lieferketten bis hin zur Planung der öffentlichen Verwaltung. FEHM-Präsident Javier Vich forderte die Behörden auf, den neuen Realitäten Rechnung zu tragen: „Der neue Kalender verlangt, dass öffentliche Dienstleistungen und ergänzende Angebote früher anlaufen. Wenn man erst im Sommer startet, verliert man Fachkräfte, Qualität und Planungssicherheit.“

Der frühere Saisonbeginn sei kein Zufall, betonte Vich: „Er ist das Ergebnis eines echten Strukturwandels im Tourismusmodell Mallorcas. Das wirkt sich direkt auf Beschäftigung, Ressourcenplanung und Investitionen aus – und verlangt auch von den Verwaltungen eine Anpassung ihrer Infrastruktur- und Servicepolitik.“

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