Balearen bekommen ihr erstes Parador-Hotel in dieser historischen Festung
Mit dem ersten Parador der Balearen entsteht in Ibiza-Stadt ein staatlich betriebenes Hotel mit musealem Konzept – Reservierungen sind ab Montag möglich

Ein Blick auf den Parador de Ibiza / Paradores
Die spanische die Staatssekretärin für Tourismus Rosario Sánchez hat am Freitag (23.1.) bei der Tourismusmesse Fitur in Madrid die Eröffnung des Parador de Ibiza angekündigt. Das erste dieser staatliche betriebenen Hotels auf den Balaren soll am 23. Februar eröffnen. Bereits ab Montag (26.1.) können über die Website der Hotelkette Paradores Reservierungen vorgenommen werden, ab dem 10. März sollen die ersten Gäste in der Festung in Ibizas Altstadt einziehen.
Ein "Parador" ist ein staatlich betriebenes Hotel, das sich meist in historischen Gebäuden wie Burgen, Klöstern oder Palästen befindet. Die staatliche Hotelkette „Paradores de Turismo“ verfolgt mit diesem Konzept das Ziel, kulturelles Erbe zu bewahren und gleichzeitig hochwertigen Tourismus zu fördern.
43,2 Millionen Euro an Kosten
Das Projekt, das in der historischen Festung von Ibiza-Stadt realisiert wurde, hat rund 43,2 Millionen Euro gekostet und zieht sich bereits seit fast 20 Jahren hin. Vor den Bauarbeiten stand die Festung seit den 1970er Jahren leer.
Wie das spanische Tourismusministerium mitteilte, mussten die Bauarbeiten mehrfach unterbrochen und neu geplant werden – unter anderem wegen bedeutender archäologischer Funde auf dem Gelände. Die letzten Arbeiten wurden erst 2019 wieder aufgenommen, nachdem der Staat zusätzliche Mittel in Höhe von 21,1 Millionen Euro bereitgestellt hatte. Hinzu kam eine weitere Investition von 3,5 Millionen Euro, für die Einrichtung des neuen Hotels.
66 Zimmer, Außenpool und ein Restaurant
Der neue Parador verfügt über 66 Zimmer, von denen 41 für Gäste vorgesehen sind, während der Rest Personalunterkünften dient. Verteilt auf fünf Gebäude bietet das Hotel eine Außenpoolanlage, einen Wellnessbereich, ein Restaurant, eine Cafeteria, Terrassen, Veranstaltungsräume sowie einen überdachten Innenhof mit Auditorium und Blick auf Hafen und Kathedrale. Ein unterirdisches Parkhaus mit drei Zufahrten und 40 Parkplätzen wird derzeit noch gebaut.
85 Prozent Belegung in der erste Saison
Für die erste Saison strebt die staatliche Hotelkette eine Auslastung von über 85 Prozent an. Ab dem zweiten Betriebsjahr sollte das Haus ganzjährig geöffnet bleiben und dauerhaft mehr als 80 Prozent Belegung erreichen.
Ein besonderes Angebot richtet sich an die einheimische Bevölkerung: Etwa zehn Prozent der Gäste sollen von Anfang an Bewohner der Balearen sein. Der Parador verstehe sich daher nicht nur als Unterkunft für Urlauber, sondern auch als Ort mit starker Verankerung im lokalen Leben.
Vorbild für respektvollen und kulturellen Tourismus
Die staatliche Hotelkette hebt hervor, dass die Unterkunft mehr als nur ein Hotel sei. Es sei ein kulturelles Leuchtturmprojekt für die Insel. In einem integrierten Besucherzentrum sollen neun archäologische Fundstellen museal aufbereitet und für Gäste wie Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ergänzt wird das Konzept durch eine kuratierte Auswahl an Kunstwerken lokaler Künstlerinnen und Künstler – von Malerei über Skulptur bis hin zu Keramik und Fotografie. Die vollständige Fertigstellung der musealen Bereiche ist für Ende des Jahres geplant.
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