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Bagger statt Strandspaziergang: Wo Mallorca gerade zur Baustelle wird

Auf Mallorca ist Winter Baustellenzeit: Von der Playa de Palma bis Cala Millor werden Promenaden, Straßen und Leitungen erneuert

Spaziergänger am Bauzaun der Playa de Palma.

Spaziergänger am Bauzaun der Playa de Palma. / Nele Bendgens

Winter ist wieder Großkampfzeit für die Bauarbeiter. Viele Küstenorte auf Mallorca machen sich dieser Tage schick für die Saison. Die MZ hat sich einen Überblick verschafft:

Playa de Palma

Nach wie vor macht es eher begrenzt Spaß, an der Playa de Palma entlangzuflanieren. Ein längerer Abschnitt der Promenade etwa zwischen den Balnearios 7 und 10 liegt weiterhin hinter einem hohen Bauzaun. Bagger fahren umher, graben Sand um. Dazwischen liegen Steine und Rohre. Gewerkelt wird weiterhin an der Erneuerung der Kanalisation und der Beleuchtung.

Nach Auskunft aus dem Rathaus dauern die Bauarbeiten diesmal bis April 2026 an. Dann ziehen sich die Bagger für die Tourismussaison zurück. Ob und in welcher Form das kleine Mäuerchen an der Playa de Palma wieder aufgebaut werden soll, ist weiterhin unklar. Das Rathaus äußert sich nicht dazu. Hoteliers und Gastronomen hatten beklagt, dass der Sand sich über die Promenade verteilt.

Peguera

Am Boulevard in Peguera geht es gerade ziemlich schmutzig zu, räumt Joan Thomás ein, der für öffentliche Bauarbeiten zuständige Gemeinderat von Calvià. Aufgerissen ist derzeit das rund 300 Meter lange Teilstück vom Torà-Strand bis zur Einmündung mit dem Carrer Gavines. „Die Arbeiter sind gerade damit beschäftigt, in mehreren Meter Tiefe die Abwasserleitungen, die Glasfaserkabel und weitere Versorgungskabel zu verlegen. Vieles davon passiert unter der Erde, weshalb Passanten den Eindruck bekommen könnten, es gehe nichts voran“, erklärt Thomás.

Einige der Regenwasserauffangbecken, die ebenfalls erneuert werden, befinden sich in sechs bis sieben Meter Tiefe. Der Plan ist, bis Mitte Mai das Teilstück komplett asphaltiert und die Verschönerungsarbeiten abgeschlossen zu haben. So sollen Blumenkästen und neue Bänke aufgestellt werden. Dafür wurden die bisher dort stehenden Bäume großteils gefällt, was die Anwohner kritisierten. Ob tatsächlich der Zeitplan eingehalten werden kann, ist angesichts der zahlreichen Regentage im Dezember und Januar fraglich.

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Nele Bendgens

Santa Ponça

Im benachbarten Santa Ponça ist die Hauptstraße Avinguda Rei Jaume I das größte Sorgenkind. Bereits den zweiten Winter in Folge wird hier gebaut. Joan Thomás erklärt, dass nach den Arbeiten an der Abwasserpumpe nun die Verschönerungsarbeiten auf der Straßenseite anstehen, auf der sich der Eroski und das Piratenhotel befindet.

Hier geht es um einen neuen Fahrbahnbelag, neue Sitzbänke und Blumenkübel sowie neue Bäume im Mittelstreifen. Mitte April soll die Fahrbahn dann wieder geöffnet werden, bevor im kommenden Herbst und Winter die andere Straßenseite an der Reihe ist.

Magaluf

Auch in Magaluf wird gewerkelt: Die Strandpromenade und angrenzende Straßen zwischen der Plaça Jacques Sasson und Torrenova bekommen einen neuen Bodenbelag. Am Strand werden ein neues Mäuerchen errichtet und mehr Palmen gepflanzt.

Port de Sóller

Auch im Hafenort stehen einige Verschönerungen an, wie der zuständige Gemeinderat, Carlos Darder, der MZ berichtet. Die umfangreichsten Arbeiten beziehen sich auf das Gebiet der Straße Jaume Torrens und deren Verlängerung, dem Carrer Canonge Oliver. Es handelt sich dabei um die Haupteinkaufsstraßen des Ortes. „Wir haben die gesamte Straße aufgerissen und werden hier einen neuen Belag verlegen“, sagt Darder.

Bauarbeiten im Carrer Jaume Torrens in Port de Sóller.  | FOTO: DARDER

Bauarbeiten im Carrer Jaume Torrens in Port de Sóller. / Carlos Darder

Vorgesehen sind hochwertige Steine, bei denen darauf geachtet wurde, dass sie nicht rutschig sind. Darüber hinaus werden Straße und Bürgersteig auf dieselbe Ebene gelegt, womit die Gehsteige deutlich breiter werden und besser begangen oder mit Rollstühlen befahren werden können. Weiterhin gehören zu dem Projekt neue Bäume, neue Sitzbänke und andere schmückende Elemente.

Geplant ist, dass der Carrer Jaume Torrens bis Ende Februar fertig sein soll, der Carrer Canonge Oliver bis Anfang April. „Ob es allerdings bis zum Osterwochenende klappt, können wir derzeit noch nicht sagen“, sagt Darder. Ebenfalls aufgehübscht wird die Strandpromenade mit neuen Bäumen, anderen Pflanzen und neuen Bodenplatten – dort, wo die alten beschädigt sind.

Port d'Alcúdia

Kanalisationsarbeiten in Port d’Alcúdia.  | FOTO: RATHAUS ALCÚDIA

Kanalisationsarbeiten in Port d’Alcúdia. / RATHAUS ALCÚDIA

In der Urlauberhochburg wird bereits seit September gebuddelt, und zwar in der Hauptverkehrsstraße Carretera d’Artà. Dort wird zwischen den Einmündungen Avinguda Tucà und Avinguda Pere Mas i Reus die Kanalisation neu gemacht, da immer wieder Salzwasser vom Meer eingedrungen war. Die Straße wird zum Teil aufgerissen und der alte Asphalt durch modernere Materialien ersetzt. Die Arbeiten sollen bis Saisonbeginn abgeschlossen sein.

Cala Ratjada

Wer derzeit von der Restaurantmeile weiter zu den Booten im Hafen schlendern will, kommt nicht weit. Seit Ende Oktober haben hier die Bagger das Sagen. Gebaut wird an einem großen Mehrzweckgebäude, das unter anderem sechs Lagerräume, vier Ticketverkaufsstellen für Ausflugsboote, öffentliche Toiletten, eine Kantine und eine Sonnenterrasse beherbergen soll. Das alte Vorgängergebäude ist bereits abgerissen, das neue nimmt langsam Gestalt an.

Gewerkelt wird auch im Hafen von Cala Ratjada.  | FOTO: SOPHIE MONO

Gewerkelt wird auch im Hafen von Cala Ratjada. / SOPHIE MONO

Die Arbeiten werden von der Hafenbehörde Ports IB verantwortet und sind Teil mehrjähriger Umbauarbeiten des gesamten Hafenbereichs. So waren in den vergangenen Wintern bereits die Anlegestellen der Fischer- und Ausflugsboote verlegt worden, um den Hafen funktionaler zu gestalten. Auch die Kaimauer ist bereits komplett renoviert worden. Das neue Mehrzweckgebäude soll bald als Herz des Hafens fungieren, wo alle Stricke zusammenlaufen. Kosten: rund 2,3 Millionen Euro. Laut Planung sollte zu Beginn der Sommersaison alles fertig sein.

Cala Millor und Sa Coma

Die beiden Küstenorte gleichen derzeit in weiten Teilen einer Großbaustelle. Allein in dem Teil, der von der Gemeinde Sant Llorenç verwaltet wird, sind mehrere Projekte in Gange. Noch bevor die Urlaubersaison wieder losgeht, sollen umfassende Arbeiten des Wasserversorgungsnetzes abgeschlossen werden. Aktuell sind viele Straßen nicht oder nur teilweise befahrbar. Auch der Abfluss von Regenwasser in Sa Coma soll besser geregelt werden, um Überschwemmungen nach starken Schauern zu vermeiden. Betroffen sind etwa die Carrers Dàlies, Polls, Card und Heura.

Die Verschönerung der Einkaufsstraße Avinguda de Sa Coma, die in Cala Millor parallel zur Meerespromenade verläuft, wird hingegen auf zwei Winter aufgeteilt – gearbeitet wird jeweils sechs Monate außerhalb der Hochsaison. „Wir passen den öffentlichen Raum in Sinne der Fußgänger und Gewerbetreibenden an die Kriterien der Nachhaltigkeit und Smart Cities an“, erläutert Tourismus- und Umweltdezernent Joan Mestre. Ebenfalls derzeit im Umbau: der nördliche Abschnitt der Meerespromenade. Noch vor Ostern sollen die Bagger in erster Meereslinie wieder verschwinden.

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Nele Bendgens

s’Illot

Arbeiten an der Fußgängerbrücke in S’Illot.   | FOTO: SOPHIE MONO

Arbeiten an der Fußgängerbrücke in S’Illot. / SOPHIE MONO

Seit September wird die Fußgängerbrücke umgebaut, die den Sturzbach Torrent de s’Illot überquert. Noch vor Ende des Winter soll sie wieder einsatzfähig und sicher sein, heißt es seitens des Rathauses von Manacor. Die Maßnahme geht auf Beschwerden von Anwohnern zurück, die schon lange die Sanierung forderten.

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