Leben und arbeiten auf 822 Metern Höhe: Das Castell d’Alaró auf Mallorca sucht einen neuen Hüttenwirt
Die Herberge in der historischen Felsburg Castell d’Alaró braucht ab März einen neuen Pächter. Das Rathaus hat jetzt die Bedingungen veröffentlicht – sie sind nicht ohne

Im Sommer einer der kühlsten und schönsten Orte Mallorcas - Abendstimmung auf der Terrasse am Castell d'Alaró. / C.K.
Es ist einer der schönsten Orte auf einer an schönen Orten reichen Insel und Sie können dort als Hüttenwirt das ganze Jahr über für womöglich nur 8.000 Euro im Jahr leben und arbeiten. Die Herberge in der historischen Felsburg Castell d'Alaró sucht einen neuen Pächter. Der bisherige Wirt, Nacho Bou, hört im März auf. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger müssen her. Um tagein, tagaus auf einem der beiden Zwillingsberge von Alaró die schöne Aussicht genießen zu können, sind allerdings auf 822 Meter über dem Meeresspiegel eine ganze Reihe von Aufgaben zu bewältigen.
Das sind die Bedingungen der am Donnerstag (5.2.) vom Rathaus Alaró bekannt gemachten Ausschreibung:
30 Schlafplätze, dazu Restaurant und Bar
Die Konzession umfasst die gesamte Betriebsführung der Herberge mit maximal 30 Übernachtungsplätzen sowie den Betrieb von Gastronomie und Bar. Der künftige Betreiber muss Unterkunft und Verpflegung anbieten, den Barservice sicherstellen und außerdem Produkte mit Bezug zur Stiftung verkaufen. Vorgesehen ist zudem, dass der Konzessionär bei der kulturellen Bespielung und dem Denkmalschutz des historischen Ortes mitwirkt.

Das Hauptgebäude der Herberge Castell d'Alaró. / Ajuntament Alaró
Ganzjährig offen – mit Personal vor Ort
Der Betrieb muss das ganze Jahr über laufen, also vom 1. Januar bis 31. Dezember, und zwar mit durchgehend anwesendem Personal. Als Mindestzeiten für den Publikumsbetrieb nennt die Stiftung – sofern es das Wetter zulässt – täglich von 8 bis 23 Uhr, und das an allen Wochentagen.
Da die Herberge Teil der Ruta de Pedra en Sec des Inselrats von Mallorca ist, soll sich auch das gastronomische Angebot daran orientieren: Gefordert wird eine einfache, ausgewogene Verpflegung, zugeschnitten auf Wanderer und Ausflügler. Gleichzeitig gibt es Einschränkungen: In der Herberge dürfen weder Tabakwaren verkauft noch Glücksspielautomaten aufgestellt werden.

Die Zwillingsberge von Alaró. Links oben zu erkennen: das Castell d'Alaró mitsamt der gleichnamigen Herberge. / SFM
Mindestpacht: 2.000 Euro pro Quartal – plus Mehrwertsteuer
Finanziell setzt die Stiftung eine Mindestpacht von 2.000 Euro pro Quartal zuzüglich IVA (Mehrwertsteuer) an – das macht pro Jahr insgesamt 8.000 Euro. Bieter könnten diesen Betrag in ihren Angeboten aber selbstverständlich erhöhen, heißt es in einer vom Rathaus verschickten Pressemitteilung. Der Betrieb erfolgt nach den Bedingungen der Stiftung auf eigenes Risiko des Konzessionärs.
Zum Pflichtenheft gehören darüber hinaus Reinigung, laufende Wartung und Instandhaltung der Anlagen, Abfallentsorgung sowie die Betreuung der Energie- und Umweltinfrastruktur am Standort. Eine Anfahrt mit dem Auto bis zur Herberge ist nicht möglich. Der bisherige Pächter Nacho Bou hatte zwei Esel im Einsatz, um die Vorräte auf den Berg zu schaffen.
Interesse? Auschreibung über Vergabeplattform
Die Ausschreibung solle eine verlässliche, professionelle, nachhaltige und denkmalschonende Bewirtschaftung gewährleisten, so die Pressemitteilung. Interessierte könnten etwaige Fragen über die Vergabeplattform klären. Dort seien auch die Angebote abzugeben. Das Verfahren laufe ausschließlich elektronisch. Angebotsschluss ist am 3. März um 11 Uhr.
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