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Restaurantbesuch auf Mallorca zu teuer? Mit diesem Plan der Landesregierung soll sich Essengehen jeder wieder leisten können

Die Balearen-Regierung plant Gutscheine für Restaurants auf den Balearen, um die Gastronomie zu unterstützen. Diese befindet sich in einer kleinen Krise

Vor allem Bars und Restaurants außerhalb der Tourismuszentren sollen von den Gutscheinen profitieren.

Vor allem Bars und Restaurants außerhalb der Tourismuszentren sollen von den Gutscheinen profitieren. / Bernardo Arzayus

Die Balearen-Regierung plant, Rabattgutscheine für Restaurantbesuche auf Mallorca und den Nachbarinseln einzuführen – nach dem Vorbild der bereits bestehenden Initiative für den Einzelhandel. Das bestätigte Juan Miguel Ferrer, Präsident des CAEB-Branchenverbands für Gastronomie. Die Idee stammt vom balearischen Wirtschaftsminister Alejandro Sáenz de San Pedro und befindet sich derzeit noch im Aufbau. Noch im Laufe des Februars soll ein weiteres Treffen stattfinden, um das Vorhaben weiter voranzutreiben.

Ferrer lobte die Bereitschaft der konservativen Landesregierung unter Ministerpräsidentin Marga Prohens, einer Branche zu helfen, die sich momentan „in einer Krise“ befinde, nachdem der Nachfrageschub nach der Pandemie inzwischen abgeklungen sei.

Erste Eckpunkte

Nach Angaben Ferrers ermöglichten die Gespräche, die Ende 2025 aufgenommen wurden, die Ausarbeitung einer Kampagne mit Rabattgutscheinen für Restaurantbesuche. Die genauen Bedingungen („das Kleingedruckte“) seien noch nicht festgelegt und sollen in den kommenden Treffen definiert werden. Dabei solle vor allem die Vorschläge der Branche selbst gehört werden.

Juanmi Ferrer ist Verbandssprecher der Gastronomen und hat die Qualitätsinitiative Palma Beach mit ins Leben gerufen.  | FOTO: GUILLEM BOSCH

Juanmi Ferrer ist Verbandssprecher der Gastronomen. / GUILLEM BOSCH

Der bisherige Ansatz des Wirtschaftsministeriums sieht vor, insbesondere kleine Unternehmen zu fördern – ähnlich wie bei den Einkaufsboni, die den traditionellen Einzelhandel gegenüber großen Ketten begünstigen.

Zudem ist geplant, die Kampagne in der Nebensaison durchzuführen und auf Betriebe zu konzentrieren, die ganzjährig geöffnet sind. Damit soll die lokale Gastronomie in Stadtvierteln und kleineren Orten sowie weniger frequentierten Gegenden gestärkt werden, anstatt Tourismushochburgen während der Hochsaison zusätzlich zu unterstützen. Auch Betriebe, die regionale Produkte anbieten, sollen besonders berücksichtigt werden.

Zielsetzung für dieses Jahr

Nach Angaben von Ferrer wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die das endgültige Konzept der Kampagne erarbeiten soll. 2026 soll das Vorhaben gestartet werden. Positiv bewertet der Verband, dass der Wirtschaftsminister die Förderung von Selbstständigen und kleinen Unternehmen zur Priorität erklärt habe – in einer Phase, in der der Konsum in der Gastronomie erste Anzeichen einer Abschwächung zeigt.

Ferrer erinnerte daran, dass viele vor allem einheimische Kunden aufgrund der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten – insbesondere der hohen Wohnungspreise – über weniger Kaufkraft verfügten. Umso wichtiger sei es, die Nachfrage durch Initiativen wie diese zu beleben.

Das Gutscheinprogramm im Einzelhandel habe in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse erzielt, betonen die Branchenverbände. Es soll auch 2026 fortgeführt werden – voraussichtlich ab Mai – und mit rund einer Million Euro aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums ausgestattet sein.

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