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Vereinigung Cockpit erhebt schwere Vorwürfe gegen Ryanair

Die Tarifverhandlungen zwischen den deutschen Piloten und der irischen Billigairline sind ins Stocken geraten

Symbolfoto einer Ryanair-Maschine

Symbolfoto einer Ryanair-Maschine / Ryanair

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Schwere Vorwürfe der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit gegen die auf Mallorca sehr präsente Fluglinie Ryanair. Wie das Branchenmagazin "Aerotelegraph" berichtet, wirft die Gewerkschaft der Airline nach gescheiterten Tarifverhandlungen "offene Nötigung" und "fehlenden Respekt" vor. Demnach seien Ryanair und die Tochtergesellschaft Malta Air gar nicht erst in Verhandlungen eingetreten, sondern hätten stattdessen Drohungen ausgesprochen.

So soll die Airline etwa ein Dienstplanmodell mit fünf Arbeitstagen und drei freien Tagen in Aussicht gestellt haben. Laut der Gewerkschaft mache ein solcher Plan die Work-Life-Balance schwierig. Die Sicherheit der Passagiere sei möglicherweise durch zu kurze Erholungsphasen gefährdet. Momentan arbeiten die Piloten bei Ryanair einen 5-Tage-Dienst, gefolgt von 4 freien Tagen.

Inflationsausgleich abgelehnt

Auch beim Gehalt habe sich die Airline stur gezeigt. Demnach sei sogar ein Inflationsausgleich abgelehnt worden. Dies sei "nicht Problem der Firma". Zudem, so heißt es, sei der Ausgleich wirtschaftlich nicht tragbar. Angesichts der 2,13 Milliarden Euro Gewinn, die Ryanair vergangenes Jahr eingefahren hat, stellt die Vereinigung Cockpit dies infrage.

Die Piloten geben sich derweil kämpferisch: "Wer glaubt, die deutsche Pilotenschaft durch Drohungen zu realen Lohnkürzungen zwingen zu können, unterschätzt unsere Geschlossenheit", zitiert Aerotelegraph die Gewerkschaft. Ziel sei ein fairer Vertrag. "Egal, wie lange das dauert."

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