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Neue Obergrenze für Kreuzfahrt-Urlauber im Hafen von Palma beschlossen

Weniger Passagiere, strengere Regeln: Die Balearen-Regierung und Reedereien haben sich auf neue Limits für Kreuzfahrtschiffe in Palma geeinigt.

Die Anzahl der Kreuzfahrttouristen auf Mallorca soll weiter begrenzt werden

Die Anzahl der Kreuzfahrttouristen auf Mallorca soll weiter begrenzt werden / B. Ramon

Ab dem kommenden Jahr sollen weniger Kreuzfahrttouristen pro Tag im Hafen von Palma einlaufen dürfen. Das geht aus einer Abmachung hervor, die die balearische Landesregierung und Palmas Stadtverwaltung gemeinsam mit den wichtigsten Reedereien geschlossen haben.

7.000 Menschen pro Woche weniger

Konkret sollen in den kommenden Hochsaisons, also zwischen Juni und September der Jahre 2027, 2028 und 2029, maximal 7.500 statt wie bisher 8.500 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen mit mehr als 500 Betten gleichzeitig in Palma anlegen. Wöchentlich liegt das Maximum demnach dann bei 52.500 Kreuzfahrtpassagieren auf großen Schiffen - also 7.000 Menschen pro Woche weniger als aktuell.

Wie die Landesregierung und die Reedereien einvernehmlich bekannt gaben, seien die bisher erlaubten Höchstwerte allerdings auch im Jahr 2025 in keiner Woche erreicht worden. Sprich: Trotz der gesenkten Schwelle dürften auch künftig ähnlich viele Kreuzfahrturlauber in die Stadt strömen wie im vergangenen Jahr.

Begrenzung in der Hochsaison

Das neue Kriterium ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Steuerung der Besucherströme. Das Abkommen hält an der maximalen Begrenzung von drei Kreuzfahrtschiffen pro Tag im Hafen von Palma fest, von denen nur eines mehr als 5.000 Passagierbetten haben darf. Gleichzeitig soll die Vor- und Nebensaison gefördert werden.

Kritische Stimmen und Bürgerbewegungen prangern seit Jahren die hohe Anzahl an Kreuzfahrttouristen an, die vor allem im Sommer im Massen die Stadt überschwemmen. Viele der Kritiker fordern noch deutlich geringere Höchstgrenzen, als nun vereinbart worden sind. Wie aus Regierungsquellen hervorgeht, hätten sich die Reedereien aber nicht weiter herunterhandeln lassen.

Um Protestler dennoch ruhig zu stimmen, soll es künftig eine gemeinsame Governance-Kommission geben, die vom balearischen Tourismusminister geleitet wird und die zweimal im Jahr zusammentritt. Dieses Gremium soll institutionelle Vertreter sowie Akteure aus dem lokalen Kreuzfahrt-Ökosystem einbinden, um Daten zu bewerten und "die Aktivität bei Bedarf anzupassen", heißt es.

Umweltverpflichtungen

Das neue Abkommen enthält außerdem zusätzliche Umweltverpflichtungen. Sollte in Palma offiziell der Notstand wegen Wassermangels ausgerufen werden, werden die Unternehmen im Hafen kein Süßwasser mehr bunkern. Zudem soll das Anlegen von emissionsfreien Schiffen oder solchen mit Übergangskraftstoffen priorisiert sowie die Kontrolle und Reduzierung von Abfällen verstärkt werden. /somo

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