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Vertrag mit Konzessionär gekündigt: Mallorca-Strände in Magaluf und Santa Ponça verschieben Saisonstart

Die Gemeinde Calvià hat den Vertrag mit der Betreiberfirma wegen unbezahlter Gebühren in Höhe von rund zwei Millionen Euro aufgelöst

Der Strand von Magaluf.

Der Strand von Magaluf. / DM

Sechs der wichtigsten Strände der Gemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca starten am Sonntag (15.3.) in die Saison. Nicht darunter sind jedoch weder Magaluf noch Santa Ponça, nachdem die Gemeinde den Vertrag mit der Betreiberfirma Dahitini Events SL wegen offener Zahlungen gekündigt hat.

Wie das "Diario de Mallorca" bereits berichtete, darf der Unternehmer hinter dieser Gesellschaft – der auch in Son Servera Schulden hinterlassen hat – trotzdem die Bewirtschaftung des Strandes von Ciutat Jardí in Palma übernehmen, da er dort als einziger ein Angebot eingereicht hatte.

Zwei Millionen Euro nicht bezahlt

In einer Mitteilung erklärte die Gemeindeverwaltung Calvià, dass das Unternehmen konkret die Konzessionsgebühren für die Jahre 2024 und 2025 schulde. Konkret geht es um Ausstände von rund zwei Millionen Euro. Dieser Umstand habe „bereits vor einigen Wochen“ dazu geführt, dass die Gemeinde die Vertragsauflösung beschlossen habe.

Zugleich teilte das Rathaus mit, man arbeite bereits an einer „rechtlichen Lösung“, um die Leistungen – Liegen, Sonnenschirme, Kiosk und Reinigung – „so schnell wie möglich“ wieder in Betrieb zu nehmen.

Liegen und Sonnenschirme per App reservieren

Saisonstart ist ab diesem Wochenende also an den drei Stränden von Peguera (Palmira, Torà und La Romana) sowie die denen von Palmanova (Es Carregador, Na Nadala und Son Maties). Der frühe Start der Bewirtschaftung ist Teil der Strategie der Gemeinde Calvià, die Saison vom 15. März bis 30. November auszuweiten.

Die Gemeinde hob hervor, dass in dieser Legislaturperiode zudem die Barrierefreiheit der Strände verbessert worden sei und nun die Möglichkeit bestehe, Liegen und Sonnenschirme über eine App zu reservieren. Außerdem seien die Flächen für Badegäste vergrößert worden.

„Die Strände sind nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil des Tourismus, sondern auch eine grüne Lunge und ein Treffpunkt für die Einwohner. Deshalb werden sie sowohl für den Saisonauftakt, der in diesem Jahr Anfang April liegt, als auch für unsere Einwohner bereit sein“, erklärte Calviàs Bürgermeister Juan Antonio Amengual (PP).

Umstrittene Vergabe

Wie bereits berichtet, hat die Stadt Palma den Strand von Ciutat Jardí an Spago Mallorca Real Estate vergeben, verwaltet von einem Unternehmer, der in Calvià und Son Servera erhebliche Zahlungsrückstände hinterlassen hat. Es war das einzige Unternehmen, das sich um die Konzession dieses Strandes bewarb, so dass die Stadtverwaltung von Palma das Angebot von 171.600 Euro akzeptierte, die das Unternehmen in den kommenden vier Jahren als jährliche Konzessionsgebühr zu zahlen verspricht.

Der Bieter, Nicolau Canaves, hinterlässt nicht nur in Calvià verbrannte Erde, sondern schuldet auch der Gemeinde Son Servera etwa eine Million Euro aus einer Konzession für die Strände.

Palmas Stadtratssprecherin Mercedes Celeste erklärte, ihr seien diese Vorgeschichten nicht bekannt gewesen, da der Unternehmer in den anderen beiden Gemeinden mit anderen Firmen aufgetreten sei. Unabhängig davon werde das Vergabeverfahren an Spago Mallorca Real Estate fortgesetzt. „Von allen Zuschlagsempfängern werden die entsprechenden Unterlagen und die Leistung der Garantien verlangt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eines der Unternehmen nicht zuschlagsfähig wäre. Daher läuft das Verfahren weiter“, sagte die Stadträtin.

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