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Anforderungen nicht erfüllt: Palma streicht den Betreibern von zwei Stränden kurz vor Beginn der Urlaubssaison die Lizenz

Durch die überraschende Entscheidung verwandelt sich das Unternehmen Marportsunbeach in den großen Player im Strandbusiness auf Mallorca

Urlaub auf Mallorca: So sieht es kurz vor Ostern an der Playa de Palma aus

Sarah López

Paukenschlag zum Saisonbeginn auf Mallorca: Just am 1. April, an dem die neuen Konzessionäre die Bewirtschaftung der fünf Strände in Palma übernehmen, wird bekannt, dass zwei Unternehmen wieder ausgeschieden sind. Dabei handelt es sich um die Firma Spago Mallorca Real Estate, die eigentlich Ciutat Jardí verwalten sollte, und Playa Ivi Mar, die für Cala Estància zuständig sein sollte. Als Begründung für das Ausscheiden der Firmen gab die Stadtverwaltung an, dass beide Bewerber die technischen und finanziellen Anforderungen nicht erfüllt hätten.

Im Fall von Ciutat Jardí dürfte die Entscheidung leicht gefallen sein. Der für Spago Mallorca Real Estate zuständige Unternehmer hatte in der Vergangenheit in den Gemeinden Son Servera und Calvià Strände bewirtschaftet und dabei Zahlungsrückstände in Millionenhöhe hinterlassen. Dass die Firma für den Strand beim Vergabeverfahren die höchste Punktzahl erhielt, war von der Stadtverwaltung mit Bauchschmerzen akzeptiert worden.

Nutznießer des Ausschlusses der beiden Unternehmen ist Marportsunbeach. Die Firma, die ab Mittwoch (1.4.) auch für die Playa de Palma und Can Pere Antoni verantwortlich ist, bekommt die beiden Strände zugewiesen und verwandelt sich damit in den großen Player im Strandbusiness von Palma. Lediglich Cala Major wird ab sofort von einem anderen Unternehmen, der Beach i Oci SL, bewirtschaftet.

Übernahme der Beschäftigten an der Playa de Palma

Die beiden Unternehmen, die den Zuschlag für die fünf Strände erhalten haben, werden für Reinigung, Instandhaltung, Barrierefreiheit sowie den Betrieb von Liegen und Sonnenschirmen zuständig sein. Im Gegenzug verpflichten sie sich, in den kommenden vier Jahren jährlich eine Konzessionsabgabe zu zahlen. Die höchste davon entfällt auf die Playa de Palma: 3.555.000 Euro. In diesem Fall verpflichtet sich Marportsunbeach Mallorca außerdem, die 60 Beschäftigten des bisherigen Konzessionärs Mar de Mallorca zu übernehmen, der diesen Strand mehr als 30 Jahre lang bewirtschaftet hatte.

Die neue Bewirtschaftung der Strände ist auch von einer deutlichen Verringerung der Zahl an Liegen und Sonnenschirmen geprägt. Das Rathaus begründet dies mit einem erheblichen Sandverlust in den vergangenen 20 Jahren sowie mit der wachsenden Unzufriedenheit der Anwohner, die über eine übermäßige Belegung der Strandfläche durch die Strandmöbel klagen. An der Playa de Palma sinkt die Zahl von zuletzt 6.000 auf nur noch 4.436.

Langer Vergabeprozess

Der Vergabe der neuen Konzessionen geht ein jahrelanges politisches Geplänkel voraus. Immer wieder hatte die Stadt Palma die Lizenz von Mar de Mallorca verlängert, ohne eine neue Bewerbungsrunde auszuschreiben. Gegen die Verschleppung hatte unter anderem der größte mallorquinische Umweltverband Gob geklagt.

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