"Preise sind bislang nicht gestiegen": Welche Auswirkungen der Iran-Krieg auf die Urlaubssaison an der Playa de Palma hat
Die Qualitätsinitiative Palma Beach hat am Mittwoch (1.4.) mit der jährlichen Pressekonferenz die Saison 2026 eingeläutet

Sarah López
Die Qualitätsoffensive Palma Beach hat bei der jährlichen Pressekonferenz am Mittwoch (1.4.) einen Ausblick auf die nun beginnende Saison 2026 gegeben. Dabei ging es in erster Linie darum, welche Auswirkungen der Iran-Krieg auf die Urlauberzone hat.
"Derzeit ist die Playa de Palma noch kaum betroffen", sagte Pedro Marín, seines Zeichens auch Präsident des Hotelierverbands. "Natürlich müssen wir da abwarten, wie es mit den Benzinpreisen und der politischen Lage überhaupt weitergeht." Der deutsche Urlauber würde in Krisenzeiten eher nähere Ziele bevorzugen. "Die Niederlande, Luxemburg oder einen innerdeutschen Urlaub", sagte Marin.
Früher seien Kriege in anderen Ländern meist gut für Mallorca als Urlaubsdestination gewesen, sagte hingegen Juanmi Ferrer, Präsident des Unternehmerverbands Caeb. Gerade, weil die Insel dann anderen Gebieten die Urlauber wegschnappen konnte. "Darüber freuen wir uns aber nicht wirklich. Dann irgendwelche Auswirkungen hat der Krieg auch auf Mallorca." Er verweist auf den Ukraine-Krieg. "Viele Urlauber haben wegen der unsicheren Zukunft das Urlaubsgeld lieber auf dem Sparkonto geparkt."
Restaurants mit Gasherd haben große Probleme
Derzeit seien die Preise in den Hotels und Restaurants der Insel noch konstant. "Die Wirte müssen sich gerade extrem zurückhalten", sagte Ferrer. "Sie wollen abwarten, ob ein Ende in Sicht ist, ehe sie an den Preisen schrauben." Angst mache ihm besonders der steigende Gaspreis. "Der wird sich in den kommenden drei Jahren auf einem hohen Niveau bewegen und Küchen mit Gasherd vor große Probleme stellen." Der Benzinpreis sei hingegen weniger ein Problem, insofern die Lieferungen auf die Insel gewährleistet sind.
Wie bereits vor ein paar Wochen im MZ-Interview, wiederholte Ferrer, dass die Urlauber weniger Budget für Besuche in Restaurants zur Verfügung haben. "Dieser Trend wird sich auch 2026 fortsetzen." Dabei habe das gastronomische Angebot an der Playa de Palma längst andere Orte wie Port Adriano, Puerto Portals, Andratx oder Sóller abgehängt. "Früher kamen 80 Prozent der Playa-Urlauber in All-Inclusive-Hotels unter. Heute gibt es Restaurants aller Klassen für alle Größen an Geldbeuteln", sagte Ferrer.
Wie die Hotel-Buchungen derzeit aussehen
In Sachen Auslastung bewegen sich die Hotels 2026 in ähnlichen Sphären wie 2025, was Marin als "gutes Jahr" bezeichnete. Im Februar waren an der Playa de Palma 50 Prozent aller Hotels geöffnet und zu 65 Prozent ausgelastet. Einen Anstieg gab es im März im Vergleich zum Vorjahr. "Mit 77 Prozent haben 16 Prozent mehr Hotels geöffnet. Die Auslastung lag mit 73 Prozent nur knapp unter den 75 Prozent von 2025."
Zu Ostern sind fast alle Hotels geöffnet. Marin rechnet mit einer Belegung von 80 Prozent der Betten. "Und das, obwohl wir einen sehr kalten Winter und nun Frühling haben. Dadurch sind noch viele Skigebiete in Betrieb." Mai, Juni und Juli steigt die Auslastung auf 85 bis 90 Prozent. "Seit Corona sind das hauptsächlich Last-Minute-Urlauber", sagte Marin.
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