Nach Teileinsturz des Speisesaals: Hotel auf Mallorca muss erst einmal schließen
Die über 500 Gäste sind mit Bussen in andere Unterkünfte verlegt worden

Gäste vor dem Hotel Zafiro Rey Don Jaime vor ihrer Verlegung in andere Unterkünfte. / Juan Luis Iglesias
Nach dem Teileinsturz des Speisesaals am Donnerstagabend hat die Leitung des Hotels Zafiro Rey Don Jaime in Santa Ponça am Freitagvormittag beschlossen, das Haus vorläufig zu schließen. So sollen "Risiken vermieden" werden, wie Juan Antonio Amengual (PP, Volkspartei), der Bürgermeister der zuständigen Gemeinde Calvià, gegenüber der Presse sagte.
Die mehr als fünfhundert Gäste, die in dem Hotel untergebracht waren, sind im Laufe des Morgens mit Bussen in andere Einrichtungen gebracht worden. Die beiden Personen, die bei dem Unglück leicht verletzt wurden, hätten das Krankenhaus bereits verlassen und seien in einem guten Gesundheitszustand, wie kommunale Quellen berichten.

Der Boden brach ein: Der Speisesaal des Hotels in Santa Ponça nach dem Vorfall am Donnerstagabend. / Redaktion DM
Auf 30 Quadratmetern eingebrochen
Der Bürgermeister war am Freitagmorgen vor Ort und führte Gespräche mit der Hotelleitung sowie Mitarbeitern der Bauaufsicht. Sie waren zu dem Schluss gekommen, dass der gesamte Speisesaal versiegelt werden müsste. Zunächst war nur der unmittelbar betroffene Bereich gesperrt worden. Der Boden war am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr auf rund 30 Quadratmetern beim Abendessen eingebrochen.
Es habe sich um ein isoliertes Ereignis gehandelt, so der Bürgermeister. Der Boden des Speisesaals, unter dem sich keine weitere Etage befindet, sei plötzlich weggesackt. Zwar habe es zwei Leichtverletzte gegeben, aber "anfangs schien es schwerwiegender, als es tatsächlich war.“ Auch die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei hätten sehr schnell reagiert.
Rückschlüsse auf den Zustand der Hotels in der Urlauberhochburg seien nicht angebracht. „Auf Mallorca haben wir erstklassige, renovierte Hotels. Alarm zu schlagen, ist fehl am Platz", so Amengual. Bei den rund 520 Hotelgästen, viele von ihnen Briten, dürfte der Aufenthaltdennochh nicht uneingeschränkt positiv in Erinnerung bleiben. Drei Busse transportierten sie nach und nach in andere Unterkünfte.
Wie es dazu kommen, dass der Boden unter den Füßen wegbricht, muss nun eingehender untersucht werden. Laut einem von der Zeitung ¨Última Hora" zitierten Experten der Feuerwehr könnte ein erhöhter Grundwasserspiegel und die damit einhergehende Feuchtigkeit eine Rolle gespielt haben. Das Hotelgebäude stammt aus den 70er-Jahren./ck
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