Nach Übernahme der Playa de Palma: Mitarbeiter ziehen Klage gegen die Stadt und den ehemaligen Betreiber zurück
Die 60 Beschäftigten der Playa de Palma ziehen ihre Klage gegen Mar de Mallorca und die Stadt Palma zurück, da sie von Marportsunbeach Mallorca zu gleichen Bedingungen übernommen wurden.

Nele Bendgens
Die 60 Beschäftigten an der Playa de Palma, die wegen unrechtmäßiger Kündigung gegen ihr früheres Unternehmen Mar de Mallorca und gegen die Stadt Palma geklagt hatten, ziehen sich aus dem Verfahren zurück. Damit wird auch der Prozess ausgesetzt, der an diesem Freitag (17.4.) stattfinden sollte.
Die Mitarbeiter wurden vom neuen Konzessionsnehmer Marportsunbeach Mallorca zu denselben Arbeitsbedingungen übernommen wie zuvor. Aus ihrer Sicht gibt es deshalb keinen Anlass mehr für einen Rechtsstreit.
Unsicherheit über die Zukunft
Der Konflikt hatte sich im vergangenen Dezember zugespitzt, nachdem die Konzession für Mar de Mallorca ausgelaufen war, aber kein Nachfolger feststand. Zwar sahen die neuen Ausschreibungsunterlagen für die Bewirtschaftung der städtischen Strände eine Übernahme des Personals vor. Dennoch hatten die Beschäftigten Zweifel an ihrer Zukunft zu Beginn der neuen Saison.
Die Belegschaft forderte Klarheit darüber, ob die Stadtverwaltung, die frühere Konzessionsnehmerin oder die künftige Betreiberin für sie zuständig sein würde und reichten Klage ein. Mit dem Einstieg von Marportsunbeach Mallorca und der Übernahme der Beschäftigten zu unveränderten Bedingungen endet nun die Auseinandersetzung.
Neue Bewirtschaftung der Strände
Seit diesem April gilt an den fünf Stränden Palmas eine neue Bewirtschaftung. Marportsunbeach Mallorca erhielt im Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für die Playa de Palma und Can Pere Antoni. Voraussichtlich wird das Unternehmen auch Ciutat Jardí und Cala Estància übernehmen, deren Vergabe aus unterschiedlichen Gründen ergebnislos geblieben war.
Die neue Strandbewirtschaftung ist zudem von einer deutlichen Verringerung der Zahl an Liegen und Sonnenschirmen geprägt. Das Rathaus begründet dies mit einem erheblichen Sandverlust in den vergangenen 20 Jahren sowie mit wachsendem Unmut unter Anwohnern, die eine übermäßige Belegung der Strandflächen beklagen.
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