Balearen-Regierung knallhart: Wer Gelder aus der Touristensteuer verplempert, fliegt raus
Mit dem neuen Jahresplan will die Politik sicherstellen, dass die Einnahmen aus der Touristensteuer schneller in konkrete Projekte fließen

Auf dieser Website können sich auch deutschsprachige Nutzer über die Verwendung der Touristensteuer informieren. / GOIB
Die Balearen-Regierung will künftig Gemeindeverwaltungen und andere öffentliche Verwaltungen sanktionieren, die Mittel aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus (ITS) nicht ausgeben. Das kündigte der balearische Tourismusminister Jaume Bauzà als eine der wichtigsten Neuerungen des Jahresplans 2026/2027 an. Über das Programm sollen auf den Inseln mehr als 139 Millionen Euro in neue Projekte fließen.
Der neue Plan sieht einen Kontrollmechanismus vor, der direkte Nachteile bei der Bewertung neuer Vorhaben für jene Einrichtungen vorsieht, die die Fristen ihrer laufenden Projekte nicht einhalten. Verwaltungen, die Mittel aus der Touristensteuer nicht umsetzen, können demnach sogar von künftigen Ausschreibungen ausgeschlossen werden. Bauzà erklärte, es sei nicht seriös, von Besuchern eine Steuer zu verlangen und die Mittel anschließend nicht zu nutzen. Mit dem neuen System solle gewährleistet werden, dass die Investitionen innerhalb von höchstens 36 Monaten umgesetzt werden.
Hier kann man sich über die Verwendung informieren
Mit der Verabschiedung des Plans wurde am Donnerstag auch die neugestaltete offizielle Website illessostenibles.travel vorgestellt. Sie soll Bürgern detaillierte Informationen über die Steuer für nachhaltigen Tourismus sowie über die Verwendung jedes einzelnen Euro liefern. Über die neue Plattform können sich Einwohner und Urlauber über die 295 Projekte informieren, die seit 2016 angestoßen wurden. Jedes Vorhaben ist mit einer ausführlichen Übersicht versehen, die klare Beschreibungen, aktuelle Bilder und den Umsetzungsstand in Echtzeit enthält. Die Website ist in vier Sprachen verfügbar: auf Katalanisch, Spanisch, Englisch und Deutsch, und verfügt über KI-gestützte Suchfunktionen.
Der Minister erklärte außerdem, die derzeitigen Daten der Plattform belegten einen veränderten Rhythmus in der Verwaltung. In der laufenden Legislaturperiode habe die Balearen-Regierung zwei Ausschreibungen mit einem Gesamtvolumen von 472 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die vorige Regierung habe in fünf Jahren 376 Millionen Euro mobilisiert. Zum Abschluss betonte Bauzà, dass 93,6 Prozent der Projekte bereits angelaufen seien und 96,8 Prozent des zugewiesenen Budgets mobilisiert worden seien.
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