Boote, so weit das Auge reicht: Was es bei der Palma International Boat Show alles zu sehen gibt
Was die Palma International Boat Show dieses Jahr zu bieten hat, was die Eintrittskarten kosten – und welche Trends die Hersteller dabeihaben
Luxusyachten, Gedränge und große Geschäfte; So war der Auftakt der Palma International Boat Show / Nele Bendgens
Palmas Flaniermeile am Meer ist schon an normalen Tagen wegen der Vielzahl an Yachten im Hafen beliebt. Seit Mittwoch (29.4.) kommen die Wassersportfans noch mehr auf ihre Kosten. Die 42. Ausgabe der Palma International Boat Show läuft bis Samstag. 310 Unternehmen präsentieren bei der Ausstellung 600 Boote, 275 davon liegen im Wasser, die anderen an Land. „Die Boat Show wächst nicht nur jedes Jahr, 90 Prozent der Aussteller vom Vorjahr kehren zudem zurück“, wird Arbeitsminister Alejandro Sáenz de San Pedro in einer Pressemitteilung zitiert. Es ist ein heißer Kampf um wenig Ausstellungsplatz.
Zwei Standorte
Dabei gehe es bei der Boat Show weniger um den Bau der Yachten und die Boote an sich, sondern vor allem auch um das Drumherum. „Wartung, Häfen, Zusatzangebote und alle Nebenbranchen“, zählte der Politiker auf. Wie in den vergangenen Jahren ist die Messe in verschiedene Bereiche unterteilt. Der Club de Mar ist dieses Mal zwar außen vor. Stattdessen gibt es aber einen kostenlosen Shuttleservice per Bus oder Fähre zur Marina Port de Mallorca, der Anlegestelle vor dem Hotel Meliá Victoria. Dort ist das sogenannte Superyacht New Build Hub untergebracht, wo Unternehmen die großen Segelschiffe vorstellen. Der Shuttle vom zentralen Messegelände fährt alle halbe Stunde.
Dort, an der alten Mole finden sich wie üblich die Messestände und das Superyacht Village. Die Eingänge finden sich jeweils am äußeren Ende des Areals. Zu Stoßzeiten kann es ziemlich voll werden. Für einen Rundgang sollte mindestens eine gute Stunde an Zeit eingeplant werden.
E-Mobilität weiter gefragt
Bei der vom Veranstalter bereitgestellte Zusammenfassung der Neuigkeiten in dieser Saison zeigt sich schnell, dass der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt wird. Auch in der Nautik dreht sich viel um die Elektromobilität und die Nachhaltigkeit. So präsentiert die Werft Dhamma Blue Spaniens erstes mit Wasserstoff angetriebenes Freizeitboot. „Der Prototyp DHB-P01 verbindet einen Elektromotor mit einer Wasserstoffbatterie. Das einzige Abgas ist Wasserdampf“, heißt es im Ankündigungstext. Bis zu 28 Knoten – knapp 51 km/h – wird das Boot schnell. Bei einer Reisegeschwindigkeit von zwölf Knoten (gut 22 km/h) reicht der Akku für 65 Seemeilen.
Das Unternehmen Jaume Vermell Nàutica aus Porto Cristo will mit einem solarbetriebenen Katamaran bei der Boat Show punkten. Die „Lasai 32KS“ bringt es auf eine Reichweite von 80 Seemeilen bei einer Geschwindigkeit von zehn Knoten (18,5 km/h). Zwölf Passagiere finden auf dem knapp zehn Meter langen Katamaran Platz, der sowohl für den Privatbetrieb als auch für Charter geeignet ist.
Neben den Yachten gibt es reichlich Zubehör und Wasserspielzeuge. Wie den Seabob, mit dem man sich elektrisch angetrieben unter Wasser ziehen lassen kann. Oder der „Taiga Orca“ – laut Hersteller Water Toys Team der erste elektrische Jetski, der auf Mallorca angeboten wird. Hier soll der Motorlärm der Vergangenheit angehören. Ist die Batterie nach zwei Stunden leer, kann sie binnen 30 Minuten fix wieder aufgeladen werden.
Laut dem Veranstalter spülte die Boat Show im vergangenen Jahr 21 Millionen Euro in die Inselkassen. Rund um die Messe gibt es weitere Veranstaltungen, Präsentationen und Konferenzen zum Thema Boote und Nautik Palma. Die Tageskarte für die Boat Show kostet 13,20 Euro und ist unter palmainternationalboatshow.com erhältlich. Bei der Anreise gilt es zu bedenken, dass das Angebot an Parkplätzen knapp ist. Besonders am Freitag – dem Mai-Feiertag – und am Samstag dürfte es voll werden.
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