Wie viele Menschen hält Mallorca noch aus? Der Inselrat will dazu - mal wieder - eine Studie in Auftrag geben
Auf Basis der Ergebnisse sollen objektive Grundlagen für künftige Entscheidungen in der Tourismuspolitik geschaffen werden. Hatten wir doch alles schon

Menschenmassen im Zentrum von Palma. / Miguel Vicens
Viele Studien, wenig konkrete Aktion - so könnte man die Tourismuspolitik der vergangenen Jahre auf Mallorca beschreiben. Der Inselrat führt diese Gangart weiter: Am Donnerstag (14.5.) hat das Plenum einen von der Regionalpartei Coalició per Mallorca eingebrachten Antrag angenommen, um eine Studie darüber zu erstellen, wie viele Menschen die Insel aushalten kann. Dadurch sollen Überlastungsgrenzen festgelegt werden können, die die Urlaubermassen in ihre Schranken weisen.
Sozialisten und Rechtsextreme enthalten sich
Neben der Coalició per Mallorca (einer erst Ende 2025 gegründeten Partei, die sich als "radikal mallorquinisch" bezeichnet) stimmten auch die Abgeordneten der linksgrünen Regionalpartei Més und der konservativen Regierungspartei PP für die neue Studie. Die Sozialisten der PSOE und die Rechtsextremen von Vox hingegen enthielten sich.
Coalició per Mallorca forderte, dass diese Studie - wie so viele andere vor ihr - zur Grundlage künftiger strategischer Entscheidungen der Inselinstitution werden müsse, um dem Druck auf Infrastrukturen und öffentliche Dienstleistungen mit objektiven Kriterien zu begegnen. Der Sprecher von Coalició per Mallorca, Antoni Salas, erklärte: „Mallorca muss seine Zukunft mit Daten und mit einer langfristigen Vision planen."
Immerhin auch eine handfeste Entscheidung
Immerhin: Während der Plenarsitzung hat der Inselrat auch eine handfeste Entscheidung getroffen. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte dafür, dass die Grundstücke neben Palmas Radrennbahn kostenlos dem balearischen Wohnungsbauinstitut IBAVI überlassen werden. Dort sollen rund 300 Sozialwohnungen gebaut werden. /somo
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