Party, Politik und leichte Sorgenfalten: Palma Beach lud zum Saisonstart an der Playa de Palma
Palma Beach will die Playa de Palma weiter aufwerten. Beim Jubiläum der Initiative ging es um Qualität, öffentlich-private Zusammenarbeit und einen Saisonstart mit gemischten Signalen

Die Macher der Qualitätsinitiative von Palma Beach. Von links: Mika Ferrer, Pedro Marín und Juanmi Ferrer. / AgenciaCom
Draußen steppte der Bär der Pfingst-Urlauber an der Playa de Palma, drinnen feierten diejenigen, die sie unterbringen, verköstigen und unterhalten: Die Qualitätsinitiative Palma Beach hat am Freitagabend (22.5.) ihr zehnjähriges Bestehen mit einer Party im Xhaman Beach Club begangen. Der erst vergangenes Jahr eröffnete Club gehört zu dem im Herzen des deutschen Partytourismus gelegenen Hotel Playa Golf und ist ein gutes Beispiel dafür, worauf die Initiative abzielt: den Urlaubern ein hochwertigeres, auch teureres Angebot zu unterbreiten. Der Besitzer ist Pedro Marín, der derzeitige Präsident der Hoteliersvereinigung an der Playa de Palma, die auch als Mitveranstalterin der Feier auftrat.
Die überwältigende Mehrheit der geschätzt 300 Gäste - ein Who's who der örtlichen Hoteliers, Gastronomen und Club-Betreiber, plus dem einen oder anderen am Ballermann auftretenden Künstler wie Isi Glück - waren Mallorquiner und Spanier. Das Geschäft an der Playa de Palma ist nach wie vor überwiegend in einheimischer Hand. Palma Beach habe vor zehn Jahren als "Idee" begonnen, sagte Mika Ferrer, der derzeitige Vorsitzende der Initiative: "Heute ist diese Idee Realität dank einer Privatwirtschaft, die an unsere Zielsetzung geglaubt hat: die Playa de Palma wieder zu einer weltweiten Referenz zu machen, die auf Qualität setzt."

Politiker und Unternehmer bei der Jubiläumsfeier von Palma Beach am 22.5.2026. / AgenciaCom
Privatwirtschaft und Politik ziehen an einem Strang
Dass auch die Politik diese Zielsetzung teilt, bekräftigten in ihren Redebeiträgen der balearische Tourismusminister Jaume Bauzá sowie der Tourismusdezernent des Inselrats, Guillem Ginard. An der Playa de Palma ist viel von öffentlich-rechtlicher Partnerschaft die Rede, auch die Balearen-Regierung werkelt an der Aufwertung der Urlauberhochburg. Als Vorbild erinnerte Minister Bauzá am Freitag an den schon weit fortgeschrittenen Umbau von Magaluf, dem britischen Pendant der "deutsche" Playa de Palma.
Sowohl Palma Beach als auch die örtliche Hoteliersvereinigung präsentierten die Party auch als Saisoneröffnung an der Playa de Palma. Die ist allerdings schon längst in Gang, die sogenannten Openings der großen Vergnügungslokale Bierkönig und Megapark fanden bereits im April statt. Zu Pfingsten herrscht Gedränge in der "Schinkenstraße", die Restaurants und Außenterrassen auch der teureren Lokalen wie dem Chalet Sienna der Palma-Beach-Gebrüder Ferrer sind gut besetzt, und vor dem Megapark bilden sich Menschentrauben in Fußballer-Trikots.
Urlauberzahlen gehen gegenüber dem Vorjahr zurück
Wobei dieses Bild auch täuschen kann, denn ganz unbeschwert gehen die Unternehmer nicht in die Saison: Hoteliers, Gastronomen und Reiseveranstalter berichten derzeit übereinstimmend von einem Rückgang der Urlauberzahlen gegenüber dem Vorjahr im niedrigen zweistelligen Bereich, nicht ausschließlich, aber doch deutlich bei der wichtigsten Besuchergruppe, den Deutschen.
Erklärungen gibt es noch nicht, die Rede ist von "allgemeiner Verunsicherung" Auch will keiner ausschließen, dass kurzfristige Buchungen noch einen Unterschied machen könnten. Noch sind es nur leichte Sorgenfalten auf der Stirn, aber manche überlegen schon, an der Preisschraube ein wenig nach unten zu drehen.
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