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Mehr Flieger, mehr Jobs: Eurowings setzt auf Mallorca im Winter

Die Airline plant, die Präsenz an der Basis auf der Insel im Winterflugplan 2026/27 mit sechs Flugzeugen deutlich auszubauen

Eine Maschine der Fluggesellschaft Eurowings startet am Montag (14.8.) vom Flughafen Köln/Bonn.

Eine Maschine der Fluggesellschaft Eurowings startet am Montag (14.8.) vom Flughafen Köln/Bonn. / Henning Kainer/dpa

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Johannes Krayer

Johannes Krayer

Eurowings will Mallorca in Zusammenarbeit mit der balearischen Landesregierung künftig stärker als Reiseziel auch außerhalb der klassischen Sommermonate positionieren. Darauf haben sich Ministerpräsidentin Marga Prohens und der CEO der Airline, Max Kownatzki, bei einem Treffen im Regierungssitz in Palma verständigt. Mit dem Vorhaben sollen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die touristische Nachfrage soll gleichmäßiger über das Jahr verteilt werden - und es sollen vor allem in den Herbst- und Wintermonaten zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Eurowings kündigte an, deshalb seine Präsenz auf Mallorca im Winterflugplan 2026/27 deutlich auszubauen. Erstmals sollen in einem Winterhalbjahr sechs Flugzeuge der Lufthansa-Tochter in Son Sant Joan stationiert werden. Zum Vergleich: Im Winter 2024/25 waren es noch drei.

Die Runde mit Eurowings-CEO Max Kownatzki (3. v. li.). Daneben Ministerpräsidentin Marga Prohens.

Die Runde mit Eurowings-CEO Max Kownatzki (3. v. li.). Daneben Ministerpräsidentin Marga Prohens. / Eurowings

Ausbau als Technikstandort

Darüber hinaus prüft Eurowings nach eigenen Angaben den Ausbau technischer Infrastruktur am Flughafen Palma. Der Plan ist, dass dadurch auf Mallorca qualifizierte und ganzjährige Arbeitsplätze im Bereich Flugzeugwartung entstehen könnten. Für das Unternehmen würde ein solcher Technikstandort die Betreuung der wachsenden Flotte vor Ort erleichtern. Aus Sicht der Landesregierung könnte Mallorca damit zugleich ein neues wirtschaftliches Standbein im Technologiebereich gewinnen, das bislang auf der Insel kaum vertreten ist. Bereits im Februar hatte die MZ über die Pläne von Eurowings berichtet.

Wie es nach dem Treffen hieß, sei es auch um mögliche Kooperationen mit Hochschulen gegangen. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der Fachkräfteentwicklung und der Innovation. Kownatzki betonte, dass die Insel gerade außerhalb der Hochsaison bei milderen Temperaturen zunehmend für Sportler, Naturliebhaber und Erholungssuchende interessant werde.

Entwicklung geht weiter

Die Ausbaupläne knüpfen an die Entwicklung der zurückliegenden Jahre an. Seit der Eröffnung der Basis in Palma im Jahr 2017 hat Eurowings das Angebot auf der Insel kontinuierlich erweitert. Nach Unternehmensangaben beschäftigt die Airline inzwischen fast 1.000 Mitarbeiter vor Ort. In den Sommermonaten verbindet sie Mallorca mit 26 Flughäfen und bietet rund 400 wöchentliche Flüge an, vor allem nach Deutschland und Österreich.

Die Aktivitäten des Unternehmens gehen dabei bereits über den reinen Flugbetrieb hinaus. So hat die Airline unter anderem den Bodenabfertiger Wings Handling gegründet, mit dem die Bodendienste abgewickelt werden. Für die Balearen-Regierung ist die stärkere Ausrichtung Mallorcas als Ganzjahresdestination ein zentraler Baustein ihrer Tourismusstrategie.

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