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Vorrang für Bewohner: Inca stoppt neue Ferienvermietungslizenzen im historischen Stadtkern

Ein Plan zur Stadterneuerung in Inca sieht vor, eine Touristifizierung des Zentrums zu verhindern und den Altstadtkern zu schützen

Im Stadtkern von Inca, der immer im November zahlreiche Menschen zum großen Jahrmarkt Dijous Bo anzieht, soll es keine neue Ferienvermietung mehr geben.

Im Stadtkern von Inca, der immer im November zahlreiche Menschen zum großen Jahrmarkt Dijous Bo anzieht, soll es keine neue Ferienvermietung mehr geben. / Felicia Holtkamp

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Die Stadt Inca will in ihrem historischen Stadtkern künftig keine neuen Lizenzen für Ferienvermietung mehr zulassen. Das sieht der neue Sonderplan zur inneren Stadterneuerung (PERI) für die Altstadt vor, der am Donnerstag (25.6.) im Gemeinderat gebilligt wurde.

Ziel der Maßnahme ist es nach Angaben von Bürgermeister Virgilio Moreno und Stadtbaurat Andreu Caballero, eine weitere „Touristifizierung“ des Zentrums zu verhindern und den Altstadtkern als Lebensraum für die Einwohner von Inca zu sichern.

Das Planungsdokument muss nun zwei Monate öffentlich ausgelegt werden. Damit gilt es als verabschiedet. Bereits bestehende Ferienvermietungslizenzen bleiben davon unberührt.

Die meisten Unterkünfte sind liegen nicht in der Altstadt

Nach Angaben der Stadt befinden sich die meisten dieser Unterkünfte ohnehin in anderen Teilen der Stadt oder im ländlich geprägten Umland. „Wir wollen der Wohnfrage Vorrang geben“, betonen die Verantwortlichen im Rathaus und verweisen darauf, dass Inca bereits als Vorreiter bei der Regulierung neuer Wohnformen wie Coliving gilt, um den Zugang zu Wohnraum zu erleichtern.

Incas Bürgermeister Virgili Moreno (li.) und Stadtbaurat Andreu Caballero.

Incas Bürgermeister Virgili Moreno (li.) und Stadtbaurat Andreu Caballero. / Joan Frau

Die Verabschiedung des PERI ist laut Caballero ein „historischer Schritt“ für Inca. Mit dem neuen Instrument soll ein Gebiet von mehr als 41 Hektar Fläche geordnet, geschützt und modernisiert werden. Vorgesehen ist ein umfassender Eingriff, der auf Nachhaltigkeit, den Erhalt des baulichen Erbes und eine bessere Lebensqualität für die Bewohner ausgerichtet ist.

Eine Mischung aus gestern und heute

Der Stadtbaurat erinnerte daran, dass die Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren bereits das Zentrum aufgewertet hat, beispielsweise wurde die Plaça del Mercat Cobert neugestaltet und das renovierte Teatre Principal wiedereröffnet.

Das Hauptziel des Plans besteht darin, die historischen, architektonischen und sozialen Werte des alten Stadtkerns zu bewahren und gleichzeitig die städtebaulichen Vorgaben an die heutige Realität anzupassen. Dafür legt der PERI detaillierte Kriterien für Bodennutzung, Bebauung und Eingriffe an Wohnhäusern fest.

Vorrang soll die Sanierung bestehender Gebäude vor Neubauten haben. „Es geht nicht um weiteres Wachstum, sondern darum, das zu pflegen, was wir bereits haben, und die Sanierung zu erleichtern“, sagte Caballero.

Autoverkehr reduzieren

Im Bereich Mobilität setzt der Plan darauf, den Autoverkehr zu reduzieren und Fußgängern Vorrang zu geben. Das Straßennetz soll an die engen Gassen angepasst und stärker auf gemeinschaftlich genutzte öffentliche Räume ausgerichtet werden.

Darüber hinaus enthält das Dokument Umweltkriterien, um der Aufheizung der Altstadt entgegenzuwirken, Grünflächen zu erweitern und nachhaltige Entwässerungslösungen zu fördern. Geplant sind unter anderem die Aufwertung von Innenhöfen, mehr Vegetation sowie Vorgaben für Energieanlagen, die sich besser in das Stadtbild einfügen sollen.

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