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Illegale Ferienvermietung auf Mallorca: Jetzt drohen bis zu 5.000 Euro Strafe pro Tag

Mit täglichen Bußgeldern und strafrechtlichen Konsequenzen verschärft die Balearen-Regierung den Kampf gegen illegale Ferienwohnungen

Die Landesregierung geht gegen illegale Ferienvermietungen vor.

Die Landesregierung geht gegen illegale Ferienvermietungen vor. / Xisca Bosch

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Die Balearen-Regierung verschärft ihr Vorgehen gegen die illegale Ferienvermietung. Eigentümer, die trotz Aufforderung durch die Inspektoren weiterhin touristisch vermieten, müssen künftig mit täglichen Bußgeldern zwischen 500 und 5.000 Euro rechnen. Wer trotz mehrfacher Aufforderung nicht reagiert, muss zudem mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Sobald die dritte Zustellung der Bußgelder erfolgt ist – zwischen den einzelnen Benachrichtigungen können Wochen liegen –, wird der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Die Maßnahmen sind seit der Verabschiedung des Mammutgesetzes "Ley Ómnibus" vor rund einem Monat in Kraft und wurden am Montag (6.7.) offiziell vorgestellt. Ziel der täglichen Bußgelder ist es nach Angaben der Regionalregierung, zu verhindern, dass Eigentümer während laufender Sanktionsverfahren weiter Einnahmen aus einer illegalen touristischen Vermietung erzielen. Die Bußgelder können zusätzlich zu der späteren Strafe für die eigentliche illegale Tätigkeit verhängt werden. In besonders schweren Fällen können die Sanktionen für illegale touristische Vermietung inzwischen bis zu 500.000 Euro betragen.

Räumung von besetzten Ferienwohnungen

Ein weiterer Punkt des Mammutgesetzes betrifft den Schutz legaler touristischer Unterkünfte, von Ferienapartments bis hin zu Hotels. Bei illegalen Besetzungen oder Fällen, in denen Wohnungen heimlich zu Wohnzwecken genutzt werden, obwohl sie eigentlich touristisch vermietet werden dürfen, können die Betriebe künftig die sofortige Unterstützung der Sicherheitskräfte anfordern, um eine Räumung zu veranlassen.

Auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza werden derweil Ortspolizisten für den Kampf gegen die illegale Ferienvermietung herangezogen. Stellen Beamte bei Einsätzen – etwa nach Nachbarschaftsbeschwerden oder anderen Vorfällen – Hinweise auf illegale Ferienvermietung fest, etwa durch einen häufigen Wechsel der Bewohner, sollen diese Informationen über eine App an den Inselrat von Ibiza übermittelt werden. Dieser ist für die Inspektionen zuständig und entscheidet über die Einleitung eines Verfahrens.

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