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33 Grad in Geschäften: Mitarbeiter im Duty Free am Flughafen prangern "unmenschliche" Bedingungen an

Beschäftigte im Duty-free-Bereich am Flughafen Palma berichten von Hitzschlägen, Ohnmachtsanfällen und fehlendem kalten Wasser

So sieht der neue Duty-free-Bereich am Flughafen auf Mallorca aus

So sieht der neue Duty-free-Bereich am Flughafen auf Mallorca aus / Ciro Krauthausen

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Laura Marino

Rund 50 Beschäftigte des Duty-free-Bereichs am Flughafen Palma haben am Dienstag (7.7.) vor dem Terminal protestiert. Sie prangerten hohe Temperaturen und nach ihrer Darstellung „unmenschliche“ Arbeitsbedingungen an.

In den Geschäften sei es bis zu 33 Grad heiß, sagte das Betriebsratmitglied Margarita Quetglas. Wegen der vielen Reisenden gebe es dort kaum Sauerstoff. Beschäftigte hätten Hitzschläge erlitten, andere seien ohnmächtig geworden. „Sie stellen uns kein kaltes Wasser zur Verfügung. Wir müssen es selbst an den Automaten kaufen“, sagte Quetglas.

Der Betriebsrat kritisiert auch die Lage der festangestellten Saisonkräfte. Sie müssten Verträge über 20 oder 26 Wochenstunden akzeptieren. In früheren Jahren seien es 40 Stunden gewesen. Zugleich stehe das Personal unter hohem Druck und müsse eine unzumutbare Arbeitslast tragen. Laut Quetglas wurden diese Zustände sowie mehrere mutmaßlich betrügerische Verträge bei der Arbeitsinspektion angezeigt.

Keine Duschen, verschimmelte Kühlschränke

Auch Gewerkschaftsvertreterin Gema Servera erhob Vorwürfe. Den Beschäftigten sei im Zuge des Flughafenumbaus ein neuer Pausenraum zugesagt worden. Die Wirklichkeit sehe anders aus. „Alle Möbel sind alt, aus zweiter, dritter oder vierter Hand. Die Kühlschränke, die aufgestellt wurden, kamen mit Schimmel. Wir haben weder Umkleiden noch Duschen. Die Bedingungen sind furchtbar“, sagte Servera.

Nach Darstellung der Beschäftigten fehlen generell Pausenräume und Toiletten. Das Personal müsse deshalb auf den Gängen essen. Außerdem teile sich eine Schicht mit rund 50 Beschäftigten eine einzige Toilette.

Die Mitarbeiter werfen dem Unternehmen außerdem vor, seit Januar die Vorgaben zur variablen Vergütung nicht einzuhalten. „Wir wollen würdige Bedingungen, nicht diese unmenschlichen Zustände, bei denen nicht einmal die Passagiere in den Geschäften bleiben wollen“, sagte Servera.

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