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Trump droht Spanien mal wieder: Reisebranche auf Mallorca sieht vorerst keinen Grund zur Panik

Die balearischen Reiseveranstalter nehmen die Aussagen des US-Präsidenten zur Kenntnis, betonen jedoch die Unterscheidung zwischen politischen Drohungen und tatsächlichen Maßnahmen

Der erste Direktflug aus den USA kam im Juni 2022 aus New York in Palma an.

Der erste Direktflug aus den USA kam im Juni 2022 aus New York in Palma an. / Manu Mielniezuk

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Die Reisebüros auf Mallorca und den Nachbarinseln rufen nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Ruhe auf. Trump hatte angekündigt, sämtliche Handelsbeziehungen zu Spanien abbrechen zu wollen, weil Madrid die USA im Krieg gegen Iran nicht unterstütze und seine Militärausgaben bis 2035 nicht auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben wolle. Im Jahr 2025 besuchten 333.561 US-Amerikaner die Balearen. Das entsprach 1,8 Prozent aller Touristen auf den Inseln.

Der Präsident des balearischen Reisebüroverbands Aviba, Pedro Fiol, sieht derzeit keinen Anlass für Alarmstimmung. Man nehme Trumps Aussagen „mit Vorsicht, aber auch mit Sorge“ zur Kenntnis, sagte er. Die USA seien für die Balearen ein interessanter Markt: zwar kleiner als die großen europäischen Herkunftsländer, aber mit überdurchschnittlich ausgabefreudigen Gästen und wichtig für die Diversifizierung.

Wohl eher ein typischer Trump

Allerdings betonte Fiol, man müsse zwischen politischen Aussagen und tatsächlichen Maßnahmen unterscheiden. Sollten die Worte Trumps reine Drohungen im Kontext diplomatischer Spannungen bleiben, dürfte der Einfluss auf den Tourismus begrenzt sein. Kritisch würde es erst, wenn daraus konkrete Beschränkungen, offizielle Reisehinweise oder Probleme im Handel und bei der Fluganbindung entstünden. Gerade Fernmärkte seien anfällig für Unsicherheit, weil Reisen dort oft viele Monate im Voraus geplant würden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Spanien direkt mit wirtschaftlichen Konsequenzen droht. Bereits Anfang März hatte er nach der Weigerung Spaniens, den USA die Nutzung der Militärbasen Morón de la Frontera und Rota für Einsätze im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran zu gestatten, erklärt: „Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen.“ Wie schon damals verwies die Europäische Union auch diesmal darauf, dass die Handelspolitik in ihre Zuständigkeit falle und Spanien nicht isoliert werden könne, ohne zugleich den gesamten EU-Binnenmarkt zu treffen.

US-Markt nimmt an Bedeutung zu

Für die Balearen ist der US-Markt inzwischen von wachsender Bedeutung. Nach Daten der balearischen Tourismusagentur Aetib kamen 2025 insgesamt 333.561 Touristen aus den Vereinigten Staaten auf die Inseln, 19,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Davon reisten 211.453 nach Mallorca, 115.672 nach Ibiza und 6.436 nach Menorca. Während Mallorca ein Plus von 8,8 Prozent verzeichnete, legten Ibiza und Formentera sogar um 51,5 Prozent zu. Menorca hingegen verlor 18,4 Prozent.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Direktverbindung zwischen Palma und New York. Seit Juni 2022 gibt es in den Sommermonaten einen Nonstop-Flug zwischen Son Sant Joan und Newark, betrieben von United Airlines. Die Route war ein strategischer Meilenstein für Mallorca und wurde Anfang 2025 nochmals ausgebaut: Für den Sommer wurde die Zahl der Sitzplätze um mehr als 50 Prozent erhöht. Die Balearen-Regierung bestätigte zudem im September 2025, dass Gespräche über mögliche neue Verbindungen nach Miami und Orlando laufen.

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