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Demo gegen Massentourismus in Sóller: Händler warnen vor "gefährlichen Situationen"

In einem Schreiben an die Vertretung der Zentralregierung hat der Händlerverband des Carrer de sa Lluna beantragt, die Uhrzeit der Demo zu ändern

Urlaubermassen im Zentrum von Sóller.

Urlaubermassen im Zentrum von Sóller. / Joan Mora

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Die für den 8. August - einen Samstag - geplante Demonstration gegen die negativen Folgen des Massentourismus in Sóller sorgt für erste Kritik. Geschäftsleute der zentralen Einkaufsstraße Carrer de sa Lluna haben beantragt, die Uhrzeit des Demonstrationszuges zu ändern. In einem Schreiben an die Vertretung der Zentralregierung auf den Balearen warnt der Händlerverband vor möglichen Risiken, sollte der Protest an einem Markttag durch eine der meistfrequentierten Straßen der Gemeinde führen.

Der Einspruch erfolgte einen Tag, nachdem die Vertretung der Zentralregierung die geplante Route genehmigt hatte. Demnach soll die Demonstration um 10 Uhr an der Plaça dels Estiradors beginnen, über den Carrer de Santa Teresa und den Carrer de sa Lluna führen und an der Plaça de la Constitució enden.

In seinem Schreiben betont der Verband, dass er weder die Demonstration noch deren Forderungen ablehne. Allerdings könne die Situation „Kinder, Erwachsene, Geschäfte, kleine Einzelhändler und andere gefährden, zumal nicht genau bekannt ist, wie viele Personen an der Demonstration teilnehmen werden“. Die Geschäftsleute fordern deshalb, den Protest nicht zur vorgesehenen Uhrzeit stattfinden zu lassen. Um 10 Uhr hielten sich besonders viele Menschen in der Straße auf, wodurch „gefährliche Situationen entstehen können“.

Darum geht es bei der Demo

Die Demonstration steht unter dem Motto „Sóller per viure, no per sobreviure“ – „Sóller zum Leben, nicht zum Überleben“. Organisiert wird sie von den Bürgerinitiativen Moviment Jove de Sóller und Menys Turisme, Més Vida. Ziel ist es, auf die Auswirkungen des Tourismusmodells auf den Alltag der Einwohner aufmerksam zu machen und Maßnahmen zu fordern, die Wohnraum, öffentliche Flächen, Handel und Dienstleistungen für die lokale Bevölkerung sichern.

Es handelt sich um die zweite Demo des Sommers gegen die Folgen des Massentourismus auf Mallorca. Bereits am 26. Juli hatten laut Zählung der Veranstalter 70.000 Menschen in Palma protestiert. Der friedliche Protest wurde von Polizeigewalt nach Ende der Kundgebung überschattet.

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