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Deutsche Urlauber sparen auf Mallorca – Restaurants melden 14 Prozent weniger Umsatz

Mallorcas Gastronomen verzeichnen erkennbare Einbußen: Deutlich weniger Geld als in früheren Jahren steht den Urlaubern für Ausgaben außerhalb der Hotels zur Verfügung

Ein Lokal an der Playa de Palma.

Ein Lokal an der Playa de Palma. / G. Bosch

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Für Mallorcas Bars und Restaurants läuft der Sommer 2026 deutlich schlechter als erwartet. Nach Angaben des Branchenverbands Restauración-Caeb hat sich der Umsatzrückgang im August noch einmal verschärft. Während die Einnahmen im Juli sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen, beträgt das Minus inzwischen 14 Prozent.

Als einen Grund nennt der Vorsitzende des Verbands, Juan Miguel Ferrer, die wiederholten Hitzewellen. Diese hätten dazu geführt, dass weniger Gäste die für viele Betriebe wichtigen Terrassen nutzten und sich die Nachfrage stärker auf die Abendstunden verlagerte. Für entscheidender hält Ferrer jedoch die geringere Kaufkraft vieler Urlauber. Die Urlauber, die in diesem Jahr nach Mallorca kämen, hätten deutlich weniger Geld für Restaurants, Bars und andere Angebote außerhalb der Hotels zur Verfügung als in früheren Jahren.

Deutsche Urlauber geben weniger aus

Besonders ins Gewicht fällt nach Angaben des Verbands das Verhalten der deutschen Gäste, die für Mallorcas Tourismus eine zentrale Rolle spielen. Ferrer verweist auf die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland sowie auf gestiegene Preise für Flüge und Hotels. Dadurch bleibe vielen Urlaubern weniger Geld für zusätzliche Ausgaben auf der Insel.

Playa-Unternehmer und jetzt Branchensprecher: Juan Miguel Ferrer.  | FOTO: GUILLEM BOSCH

Playa-Unternehmer und jetzt Branchensprecher: Juan Miguel Ferrer. / FOTO: GUILLEM BOSCH

Ähnliche Beobachtungen hatte zuletzt bereits der Verband der Nachtlokale ABONE gemacht. Dessen Vorsitzender Miguel Pérez-Marsá bezifferte den Umsatzrückgang der Diskotheken in diesem Sommer auf zehn bis 15 Prozent und machte ebenfalls die geringeren Ausgaben deutscher Urlauber als einen wesentlichen Faktor aus.

Mehr US-Gäste reichen nicht als Ausgleich

Auch bei Gästen aus Asien stellt Restauración-Caeb einen Rückgang fest, wenngleich dieser Markt für Mallorca weniger bedeutend ist als der deutsche. Zugenommen habe dagegen die Zahl der Gäste aus den USA. Diese seien zudem ausgabefreudig, weil Mallorca für sie vergleichsweise günstig sei. Nach Einschätzung Ferrers reicht dieser Zuwachs jedoch nicht aus, um die Einbußen durch die geringeren Ausgaben deutscher Urlauber auszugleichen.

Überrascht zeigt sich die Branche vor allem über den Zeitpunkt und das Ausmaß der Entwicklung. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass die diesjährige Saison ähnlich verlaufen würde wie 2025. Üblicherweise beginne die Nachfrage in der Gastronomie erst ab dem 18. August nachzulassen. In diesem Jahr habe der Rückgang jedoch bereits Anfang des Monats eingesetzt. Für die ersten Augusttage hatte die Branche nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft sogar mit einem Aufschwung gerechnet.

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