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Feuerholz und Pelletofen: Das kostet die mollige Wärme auf Mallorca im Winter

Die Heizsaison ist gestartet. Das echte Wintergefühl aber kommt erst auf, wenn Feuer flackert

Tomeu Muntaner verkauft Feuerholz.

Tomeu Muntaner verkauft Feuerholz. / Bendgens

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Tage werden kürzer und kälter. Einerseits ist es zwar traurig, wenn man weniger Zeit draußen verbringen kann. Auf der anderen Seite kann es aber auch angenehm sein, daheim bei molliger Wärme vor dem Kamin zu sitzen. „In den Wohnungen in Palma wird fast ausschließlich mit Gas oder Strom geheizt. In den Dörfern heizen hingegen so gut wie alle noch mit Holz“, sagt Tomeu Muntaner von Leñas Muntaner in Santa Maria. „Besonders ältere Leute schätzen die Gemütlichkeit, die das Feuer bietet.“

Allgemein gilt auf Mallorca die Devise: Fragen Sie am besten in der Bar um die Ecke nach, wo Brennholz verkauft wird. Denn die leña an sich ist relativ günstig. Was den Preis in die Höhe treibt, sind die Lieferkosten. In den Dörfern gibt es viele kleine Anbieter. Wer ein großes Auto hat, kann das Holz selbst abholen. Hierbei wird zwischen den angebotenen Holzsäcken (sacos de leña) und dem Schüttgut (granel ) unterschieden. Bei Letzterem wird das Auto auf einer Waage vor dem Einkauf gewogen und im Anschluss nach dem Beladen noch einmal. Abgerechnet wird dann kiloweise.

Drei Inselhölzer

Generell gebe es eigentlich nur drei Inselhölzer, die als Brennholz verkauft werden, sagt Muntaner. Mandel (almendro), Steineiche (encina) und der wilde Olivenbaum (acebuche). Alle drei sind Harthölzer, die schwer entzündbar sind. Wenn sie aber einmal glühen, sind es regelrechte Dauerbrenner. „Die Eiche ist am härtesten. Danach folgen die Olive und die Mandel“, sagt Muntaner, der alle zum gleichen Preis von 34 Cent das Kilogramm verkauft. „Das Holz ist zwischen zwei und drei Jahre alt. Die Stücke sind maximal 30 bis 34 Zentimeter groß und damit ideal für den Kamin.“

Zum Anzünden des Feuers eignet sich die Kiefer (pino) am besten. „Sie heizt gut, ist aber schnell verbrannt“, sagt Muntaner. Einige Anbieter schummelten bei diesem Holz. „Wenn es frisch geschnitten ist, ist es noch voller Wasser und Harz.“ Dann wiegt das Kiefernholz entsprechend und ist teurer. „Das getrocknete Holz hingegen ist so leicht, dass sich ein Verkauf kaum noch lohnt“, so der Experte. Seine Lösung sieht vor, die Kiefer nach Volumen zu verkaufen. Der Kubikmeter kostet 100 Euro.

Muntaner liefert im Umkreis von 25 Kilometer von Santa Maria kostenlos. „Ab zwei Tonnen Holz ist die Lieferung inselweit gratis.“ Er hat von 9 bis 18 Uhr montags bis samstags geöffnet und in der Heizsaison sonntags von 9 bis 14 Uhr. Bestellungen sind unter 617-30 39 35 möglich. Auch andere Anbieter, wie die Kooperative Campanet (cooperativacampanet.com), bieten eine inselweite Lieferung ohne Aufpreis. Die Tonne Mischholz gibt es für 250 Euro, die Tonne Olivenholz für 280 Euro. Es können auch kleinere Mengen gekauft werden. Den 25-Kilo-Sack Eichenholz gibt es für 10,50 Euro.

Oder doch einen Pelletofen?

In etwas abgeschwächter Form bietet auch ein Pelletofen das Kamingefühl. Die Stäbchen werden säckeweise und in der Regel auch in ganzen Paletten verkauft. Die Preise unterscheiden sich nach Marke. Bei einem 15-Kilo-Sack ist mit rund 5 Euro zu rechnen. Der passt komplett in den Vorratsschacht, aus dem sich der Ofen automatisch bedient. Je nach Temperatureinstellung reicht ein Sack zwischen neun und 20 Stunden. Bis zu 150 Euro im Monat sollte man daher für die Pellets einkalkulieren. Eine Palette mit 70 Säcken ist im Baumarkt Leroy Merlin inklusive Lieferung für 339 Euro zu haben. Das sind 20 Euro weniger als vor zwei Jahren.

Pelletöfen kosten zwischen 800 und 4.000 Euro. Neben der Heizleistung gilt es die Lautstärke zu berücksichtigen, die die Turbine verursacht. Im Vergleich zum normalen Kamin wird beim Verbrennen der Pellets kaum Asche produziert. Über ein Thermostat misst der Ofen die Temperatur, die regulierbar ist. Da das Thermostat sich in der Nähe zum Ofen befindet, ist es im restlichen Raum meist ein wenig kühler. Es empfiehlt sich, am Anfang ein wenig herumzuexperimentieren, um die passende Temperatureinstellung zu finden.

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