Anwalt bestätigt: Iris Klein auf Mallorca freigesprochen
Die Reality-TV-Darstellerin wurde unlauterer Geschäftspraktiken beschuldigt, als die den Mietvertrag für das Café Evergreen auflöste

Iris Klein kommt mit Freundin, Bodyguard und Anwalt am Mittwoch (12.7.) vor dem Gericht in Palma an. / Ingo Wohlfeil
Ein Gericht auf Mallorca hat Iris Klein freigesprochen. Das bestätigte der Anwalt Bartolomé Salas gegenüber der MZ. Die früheren Geschäftspartner der Reality-TV-Darstellerin hatten Klage eingereicht, als Klein den Mietvertrag für das Café Evergreen auflöste.
Was war überhaupt passiert?
2019 hatte die Mutter von Daniela Katzenberger gemeinsam mit Nadescha Leitze das Café Pause an der Playa de Palma übernommen, das fortan Café Evergreen heißen sollte. Im Hintergrund fungierten mehrere Personen - darunter Jasmin Reinemuth - als Geldgeber und Gesellschafter, Kleins mittlerweile Ex-Mann Peter war als Arbeiter angestellt. Das Café war im Sommer aber nur wenige Tage geöffnet. Leitze und Klein bekamen sich in die Haare, unterstellten einander, zu wenig gearbeitet zu haben.

Ein Beitrag von Michael Wrobel und Lars Kreye
Iris Klein zog die Reißleine und kündigte den Mietvertrag. Dagegen zogen die restlichen Gesellschafter vor Gericht. Die eigenwillige Entscheidung ihrer früheren Partnerin sei eine unlautere Geschäftspraktik und Betrug. Der Schaden belaufe sich auf 150.000 Euro. Die Anklage forderte fünf Jahre Haft für Iris Klein.
Iris Klein kommt mit einem Bodyguard zum Prozess
Im vergangenen Juli begann der Prozess in Palma, zu dem Iris Klein aus Angst vor ihrer früheren Geschäftspartnerin Leitze gar mit einem Bodyguard erschien.

Ein Beitrag von: Michael Wrobel und Lars Kreye
Die Staatsanwaltschaft sah jedoch eine Klage als nicht gerechtfertigt an. So entschied auch nun der Richter. Als Geschäftspartner würden die Teilhaber nur für ihr investiertes Geld verantwortlich sein, nicht aber für die privaten Besitztümer der Partner.
Das sagen die Beteiligten zum Urteil
Iris Klein feierte den Freispruch in den sozialen Medien: "Ich hatte ja nur einen Mietvertrag gekündigt, den ich zuvor selbst abgeschlossen hatte. Mehr war da ja nicht. Trotz alledem fällt mir ein Stein vom Herzen, und vielleicht schlafe ich jetzt endlich mal besser, denn es hat mich ja doch schon belastet", schrieb sie auf Instagram.
Anders sieht es Nadescha Leitze: "Es ist unglaublich. Jetzt ist sie auch da wieder durchgekommen. Das ist nur Glück. Rechtlich gesehen müsste sie zumindest für die Kosten aufkommen, wenn sie den Mietvertrag kündigt." Es ist zu erwarten, dass die Kläger gegen das Urteil in erster Instanz Berufung einlegen.
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