Fragen & Antworten: Superyachten, Megayachten, Gigayachten

06.07.2015 | 09:08
Fotogalerie: Superyachten vor Mallorca

Ein kleiner Einblick in die Welt der schwimmenden Villen:

Superyachten, Megayachten, Gigayachten – worin besteht der Unterschied?
Allein in der Länge des Schiffes. Wobei die Grenzen fließend sind. Üblicherweise spricht man bei bis zu einer Länge von rund 25 Metern von einer Yacht, von 25 bis etwa 50 Meter von einer Superyacht, bis etwa 70 Meter von einer Megayacht und ab 70 bis 80 Meter aufwärts von einer Gigayacht.

Wie ist das Verhältnis von Motor- zu Segelyachten?
Weltweit machen Segelyachten im Bereich der Superyachten gerade einmal 15 bis 20 Prozent aus. Auf Mallorca allerdings wird meist ein Verhältnis von etwa 50:50 erreicht, weil die Segelbedingungen auf den Balearen exzellent sind.

Wer bestellt hauptsächlich die Superyachten?
Stabile Märkte sind Nordeuropa, Nordamerika und Saudi-Arabien. In Nordeuropa und Nordamerika sind es eher Firmenbosse oder IT-Millionäre, die in der New Economy ein Vermögen gemacht haben. In Saudi-Arabien sind es die Scheichfamilien. Daneben gibt es wankelmütige Märkte wie etwa Russland und China. „Die kommen und gehen", heißt es in der Branche. Andere, auf die man bislang gesetzt hatte, wie etwa Südamerika, kommen noch nicht in die Gänge.

Wo werden die Superyachten gebaut?
Viele von ihnen in Italien. Dort hat man sich bei Booten bis etwa 45 Metern einen Namen gemacht. In Holland werden vorrangig Schiffe in der Größenordnung 35 bis 100 Meter gefertigt, und in deutschen Werften kümmert man sich vor allem um die sogenannten Giga­yachten über 100 Meter. Die Schiffe gehen beinahe ausnahmslos auf Bestellung in die Fertigung, Serien gibt es kaum. Auch werden keine reinen Charterschiffe gebaut. Auf Mallorca werden inzwischen überhaupt keine Yachten mehr gefertigt. Die Werft Astilleros de Mallorca hat das bis vor einigen Jahren getan, sich inzwischen aber – wohl auch aufgrund der Krise – ganz auf die Refit-Branche spezialisiert.

Welche außergewöhnlichen Yachten schippern in balearischen Gewässern umher?
Immer wieder bekommt man in Palma die 200 Millionen Euro teure „Yacht A" des russischen Milliardärs Andrei Igorewitsch Melnitschenko oder auch die rund 100 Millionen Euro schwere „Venus" des Apple-Gründers Steve Jobs zu Gesicht. Die mit 180 Metern derzeit größte Privatyacht „Azzam", die dem Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan, dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, gehört, war 2014 zu Gast im Mittelmeer. Gebaut wurde die „Azzam" von der deutschen Werft Lürssen mit Sitz in Bremen.

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