04. Juni 2020
04.06.2020
Mallorca Zeitung

"Viel Zeit, aber wenig Geld": Das E-Paper der MZ lesen

Von urlaubenden Mallorquinern, dubiosen Millionären aus Aserbaidschan mit millionenschweren Insel-Immobilien und dem womöglich zukünftigen Lionel Messi bei Real Mallorca: MZ-Chefredakteur Ciro Krauthausen führt durch das Blatt

04.06.2020 | 12:37
Ausnahmezustand im Juni: Mallorquinische Strandbesucher an der Cala Agulla in Cala Ratjada

Sagen wir es gleich: Nichts Genaues weiß man, wann es definitiv wieder mit den Mallorca-Reisen losgeht. Wahrscheinlich ist es der 21. Juni, aber mal sehen - wir halten Sie auf unserer Website auf dem Laufenden. Statt im Kaffeesatz widersprüchlicher Aussagen zu lesen, wollen wir in unserer Print-Ausgabe und unserem E-Paper vielmehr auf die Gegenwart blicken - und die hat wahrlich Lesestoff zu bieten. 

„Wir haben viel Zeit, aber wenig Geld. Was machen wir also? Wir fahren an den Strand", sagt ein junger Mallorquiner an der Playa von Cala Agulla unserer gerade aus der Baby-Pause zurückgekehrten Reporterin Sophie Mono. Es sind seltsame Zeiten auf Mallorca: Auf der Insel ist kein einziger Urlauber, und doch sind die Strände gut gefüllt – mit einheimischen Arbeitnehmern, die in Kurzarbeit sind oder wegen der Pandemie ganz auf der Straße stehen. Sie können erstmals im Juni Strandurlaub auf ihrer eigenen Insel machen.

Ist es realistisch, diese Krise zu einer grundlegenden gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Kehrtwende auf der Insel zu nutzen? MZ-Vize Frank Feldmeier hat sich darüber mit einem der Initiatoren des von 13 Sozial- und Umweltinitiativen auf der Insel unterzeichneten Manifests unterhalten. In das „Das Leben im Mittelpunkt" haben seine Mitstreiter und er 77 konkrete Maßnahmen vorgeschlagen.

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Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sind bekanntlich immens. Um 2,3 Millionen Menschen unter die Arme zu greifen, hat die Madrider Regierung erstmals eine spanienweite Sozialhilfe geschaffen. Hinzu kommen auf Mallorca weitere Hilfen, etwa Wohngeld. Ralf Petzold und Johannes Krayer erklären die Details und wie die Unterstützung beantragt werden kann.

Eine Familie aus Aserbaidschan, der Mahmudov-Clan, hat in den vergangenen Jahren auf Mallorca, vor allem im Südwesten der Insel und in Palma, eine hochwertige Immobilie nach der anderen gekauft. Ihr Vermögen wird auf weit über 100 Millionen Euro geschätzt. Wer sind diese Leute? Woher haben sie ihr Geld? Wir veröffentlichen die Ergebnisse einer internationalen Journalistenrecherche.

Hunde können Corona riechen. Auch wir dachten zunächst, dass sei ein Scherz oder einer dieser überzogenen Erwartungen von Hundehaltern an ihre Vierbeiner. Aber nein, es gibt tatsächlich wissenschaftliche Studien, die belegen, dass speziell darauf abgerichtete Hunde mit hoher Trefferquote bestimmte Krebsarten und Malaria riechen können. Offenbar funktioniert das auch mit Covid-19. Im Osten der Insel gibt es eine Schweizer Hundetrainerin, die das jetzt angehen will. Sophie Mono hat sich mit ihr unterhalten und sich erklären lassen, was die Frau und ihre drei Arbeitshunde dafür noch brauchen.

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Fußball-Erstligist Real Mallorca könnte nach Marco Asensio einen neuen Superstar ausbilden: Luka Romero ist gerade mal 15 und darf ab sofort schon mit den Profis trainieren. Er in Mexiko geboren, Sohn eines argentinischen Profi-Fußballers und in Spanien aufgewachsen. Schon jetzt ist die Frage, für welche Nationalmannschaft er einmal spielen wird. Der Junge wird mit dem jungen Lionel Messi verglichen. Wir haben mit seinem Vater darüber gesprochen, wie die Familie mit den hohen Erwartungen umgeht.

Schwer gebeutelt von der Pandemie sind natürlich auch die Gastronomen. Wie die beiden bekanntesten Köchinnen der Insel – Maca de Castro, Sterneköchin in Port d'Alcúdia, und Maria Solivellas vom Ca Na Toneta in Caimari – mit der Krise umgehen, beschreibt MZ-Gastroautorin Martina Zender. Die beste Verteidigung ist immer noch der Angriff: Beide machen neue Lokale auf. Maca de Castro mitten in Palma, Maria Solivellas gleich neben ihrem Stammlokal im beschaulichen Caimari.

Als Krisengewinner entpuppte sich hingegen eine Branche, die ansonsten schwer zu kämpfen hat: der traditionelle Lebensmittel-Einzelhandel. Oder genauer: Mallorcas Dorfläden. Während des Lockdowns hatten sie so viele Kunden wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Nele Bendgens und Simone Werner haben bei einigen dieser wunderbaren Tante-Emma-Läden in der Inselmitte vorbeigeschaut und noch einmal auf diese Zeit zurückgeblickt. Mittlerweile wandern die Kunden wieder ab zu den anonymen Handelsriesen an den Autobahn-Ausfahrten. „Lasst die kleinen Märkte jetzt nicht wieder im Stich!", appelliert Lars Kreye in einem Kommentar.

Und was ist mit der Kultur? Dass die Balearen-Sinfoniker wieder am Start sind, darüber berichteten wir bereits in der vergangenen Ausgabe. Auch diese Woche wieder gibt es einige Konzerte, Termine und Ausstellungen – Simone Scholl hat die wichtigsten auf ihrer Veranstaltungsseite zusammengetragen.

Und Brigitte Rohm war bei den Proben eines internationalen Tanz- und Theaterprojekts dabei: das TeatreBlau mit Sitz in Potsdam erarbeitet gerade mit drei Tänzern in Sineu eine Performance, die an diesem Freitag (5.6.) erstmals zu sehen ist. Regie führt von London aus ein deutscher Regisseur, Videoschalten machen es möglich.

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