Von Hamburg nach Port Adriano: Edeldisco für den Edelhafen

In dem Hafen wird ab Freitag (10.6.) auch getanzt

13.06.2016 | 18:19
Marketing-Managerin Sandra Conetta und Geschäftsführer Sascha Klotz vor der beim MZ-Besuch noch verpackten Selfie-Wand.
Marketing-Managerin Sandra Conetta und Geschäftsführer Sascha Klotz vor der beim MZ-Besuch noch verpackten Selfie-Wand.

Noch wuseln die Arbeiter umher an diesem im Entstehen begriffenen Ort, doch die braunen Ledersofas der Disco sind schon blank gewienert. Sie fügen sich nahtlos ein an der Spitze der schicken Mole, mit einer schon Jahre bestehenden Dependance der vom norddeutschen Etepetete-Eiland Sylt her bekannten Sansibar im ersten Stock, dem Coast-by-East-Restaurant im Erdgeschoss und dem Beachclub mit dem rechteckigen Pool, von wo aus man Yachten betrachten kann. Dort hängt unter anderem Dieter Bohlen zuweilen schöne Stunden ab, und auch die unverwechselbare Claudia Schiffer soll hier ihre blonde Mähne bereits lustvoll gezeigt haben.

Die neue Zeit in der neuen Disco beginnt am Freitag (10.6.) – „bei Latino- und Mainstream-Klängen und weniger bei elek­tronischen Rhythmen", so Sascha Klotz, der Geschäftsführer der East-Gastbetriebe im Edelhafen westlich von Magaluf. „Wobei die Musik jeweils der Gäste-Struktur angepasst wird." Uppereast Mallorca heißt der 230 Besucher fassende, eher intime High-End-Club, in dem man auch Sechs-Liter-Dom-Perignon-Flaschen erstehen kann. Er hat donnerstags bis sonntags jeweils ab 23 Uhr geöffnet und richtet sich ausdrücklich nicht – wie etwa das in die Jahre gekommene wohlbekannte Riesen-Eta­blissement Tito´s in Palma – an ein allzu junges Publikum.

Mehr Mallorca als Ibiza
„Das ist hier kein Ibiza-Club für 20-Jährige", so Sascha Klotz, der zumeist mit deutschsprachigem Publikum über 30 bis 35, aber auch mit Briten rechnet. Menschen aus gehobenen Kreisen, die etwa in der Auto­branche tätig sind oder sich eine Luxusyacht mieten können. Nicht unbedingt hauptsächlich Prominente, deren Antlitze multimedial verbreitet werden.

Dieses Jahr hofft man im Upper­east zudem besonders auf Schweizer Gäste, für die der Euro in den vergangenen Jahren immer billiger geworden ist. Und der aus den Clubs Pacha und Nikki Beach bekannte DJ Alan Alvarez soll dafür sorgen, dass auch der eine oder andere spanischsprachige Besucher in diesen etwas abgelegenen Hafen findet. Der zweite Plattenzauberer ist DJ January One.

„Wir bieten den Gästen hier in unseren Lokalen eine Art Rundum-Versorgung von morgens bis tief in die Nacht hinein", so Klotz. An den vier Disco-Tagen im feinen East-Kosmos geht die Post bereits ab 16 Uhr am Pool ab, wenn sich die verwöhnten Besucher noch in der Sonne aalen – mit ­Saxofon- oder Violinen-Live-Shows. Gegen 23 Uhr wird ein gleitender Übergang in die rauschende Tanznacht durchorchestriert.

Das im East-Designhotel in der Simon-von-Utrecht-Straße auf Hamburg-St.?Pauli gelegene Vorgänger-Etablissement der ­neuen Mallorca-Location, in dem sich unter anderem Top-Fußballspieler wie Fische im Wasser bewegten, war kürzlich nach achtjährigem Bestehen geschlossen worden. Es fiel einer Neu-Ausrichtung des ­Geschäftes zum Opfer. „Wir konzentrieren uns jetzt dort mehr auf den Gastro-Bereich, machen etwa Dinnerpartys und Live-Shows", sagt Sandra Conetta, die für das Marketing zuständig ist.

Hier auf Mallorca steht dagegen das Feiern im Vordergrund. Wer das Uppereast betritt, kann sich zunächst vor einer in wechselnden Farben leuchtenden Selfie-Wand social-network-tauglich verewigen. Auf der Tanzfläche und von den Sitzgarnituren aus können die Besucher eine Wand mit beweglichen und vielfarbigen LED-Leuchten bewundern, die von extra dafür abgestellten ­Video-Jockeys bedient werden. Das gleiche rhythmische Lichtspiel vollzieht sich noch größer an der Decke des Clubs. Diese kann samt den tanzenden Besuchern auch von oben betrachtet werden, wenn man eine Holztreppe Richtung Sansibar erklimmt.

Mit Philippe Starcks Segen
Alles hier kommt in gedeckten Farben und in wohlgeschwungenen Formen daher, Schwarz und Braun dominieren, nichts fällt aus dem Rahmen des großen harmonischen Ganzen. Da mag eine Rolle spielen, dass Port-Adriano-Designer Philippe Starck sämtliche hier vorgenommenen Veränderungen abnicken musste.

Die Manager der High-End-Molenspitze blicken jedenfalls frohgemut in die Zukunft. Auf der Insel gebe es nichts Vergleichbares, sagen sie – und schon gar nicht in der Nähe. Und was ist mit dem bereits etablierten Nikki Beach in Magaluf? Das sei keine Konkurrenz, da es spätabends nicht mehr geöffnet hat.

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