Cala Millor: der ideale Kompromiss

Eines steht fest: Der Ferienort ist die beste Bucht Mallorcas, und das nicht nur, weil hier für Majo und Ketchup nicht 1,50 Euro verlangt wird

20.08.2016 | 07:13

Die Ferien im besten Ort der Insel zu verbringen, das behaupten viele Urlauber auf Mallorca. Die Menschen in Cala Millor aber haben ein besonders gutes Argument auf ihrer Seite. Schon der Name, der so viel wie „beste Bucht" heißt, bestätigt es.

Am südlichen Ende des Strandes hat es sich Maria Sean an einer Düne gemütlich gemacht. Es ist an diesem Donnerstag (4.8.) kaum windig, und die heiße Mittagssonne scheint vom Himmel. „Im vergangenen Jahr habe ich mir einen bösen Sonnenbrand geholt", erzählt sie und trägt noch etwas Sonnencreme auf. Maria Sean ist nicht das erste Mal hier. Seit drei Jahren kommt die Britin gemeinsam mit ihrem Mann nach Cala Millor. Der kümmert sich gerade im nächsten Supermarkt um das Mittagessen. Ein wenig Baguette und Käse sei tagsüber genug. „Und vielleicht später noch ein wenig Melone." Abends nutzen sie gerne das große kulinarische Angebot im Urlaubsort.

Schon deshalb wäre ein All-inclusive-Hotel nichts für das Ehepaar. „Wir sind gerne selbstständig," sagt sie. Deswegen seien sie auch in einem Apartment untergebracht und hätten sich für den ganzen Urlaub einen Mietwagen genommen.

Rüdiger Kobold hat einen Friseursalon in Cala Millor. Seine Kunden seien überwiegend Residenten. „Die Menschen mögen das gute Wetter, den Strand und die vielen Einkaufsmöglichkeiten", sagt er. Außerdem habe Cala Millor eine sehr schöne Umgebung. Um sie zu erkunden, leihen sich viele Urlauber ein Fahrrad und schauen etwa im benachbarten Cala Bona vorbei.

Julian Deuse, der dieses Jahr zum fünften Mal in Cala Millor ist, nimmt an diesem Freitag mit Frau Jennifer und Sohn Mads einen Mietwagen und macht einen Abstecher an den Strand von Porto Cristo. „Dort verbringen wir den Morgen, und zum Mittagessen geht es dann zurück nach Cala Millor ins Hotel", erzählt er. Das Hotel, das ist in diesem Jahr für acht Tage das „Ciudad Laurel". „Die Animation für die Kinder ist super."

Doch auch mit den anderen Unterbringungen in den vergangenen Jahren war Julian Deuse immer zufrieden. Die große Auswahl an guten Familienhotels war ein Grund dafür, warum die Deuses sich für Cala Millor entschieden haben, nachdem der Nachwuchs auf der Welt war. Zuvor stand er mehr auf Cala Ratjada und sie auf die Playa de Palma. „Cala Millor ist da ein guter Kompromiss", sagt Julian Deuse, zumal man hier auch mal ausgehen könnte. „Ein bisschen bummeln, Leute treffen und etwas anschauen" – das reiche ja schon. Sie gehen dann gleich hinter dem Strand den Boulevard entlang, der nicht nur eine große Auswahl an Restaurants, Cocktailbars und Geschäften bietet, sondern auch schattige Plätze zwischen Palmen.

Wie die Infrastruktur über die Jahre immer weiter ausgebaut worden ist, davon kann Horst-Peter Zierof vom „Anpfiff" berichten. Er betreibt das Sportlokal zwischen Strand und Einkaufsstraße schon seit 35 Jahren. „Als wir angefangen haben, standen hier vielleicht 15 Hotels, und es gab noch den ein oder anderen spanischen Kiosk", sagt er und zeigt auf ein Bild von früher, das an der Wand hängt.

„80 Prozent meiner Gäste sind Stammgäste, die jedes Jahr wiederkommen", sagt Horst-Peter Zierof, dessen Saison erst Mitte August so richtig los geht, wenn die Schulferien in Deutschland sich dem Ende zuneigen und all-inclusive wieder an Bedeutung verliert. Im „Anpfiff" werden täglich Sportveranstaltungen übertragen. „Wenn die Bundesliga läuft, ist es voll", sagt der Fan vom FC Bayern München. Früher sei auch die Formel 1 immer gerne gesehen worden. „Da waren selbst zur Qualifikation 30 bis 40 Leute da." Seit Michael Schumacher nicht mehr fährt, komme aber kaum noch jemand.

Der schöne Strand, die Einkaufsstraße und die vielen Lokale, in „denen für Majo und Ketchup nicht 1,50 Euro verlangt wird" – in Cala Millor passe halt alles zusammen, sagt auch Horst-Peter Zierof. Es heißt ja nicht umsonst die „beste Bucht".

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