Beachvolleyball: Schlagen, nicht pritschen

Diesen Sport gibt es schon seit fast hundert Jahren. Und doch kommt er erst in jüngster Zeit richtig in Mode. Mallorca ist dafür geradezu prädestiniert

22.07.2015 | 18:40
Beachvolleyball-Sommercamp am Strand: Montagmorgen in Palmanova. Gepritscht werden darf nur innerhalb des eigenen Spielfeldes

Es ist Montagmorgen am Strand in Palmanova. Ein paar Jugendliche bauen Netze auf. Sie nehmen an einem Feriencamp teil. Noch können sie ihre Spielfelder aufbauen, wo sie wollen. Später, gegen Nachmittag, wird es voller werden an diesem weißen Sandstrand.

Beachvolleyball – bereits in den 1920er Jahren in den USA erfunden und seit 1996 olympische Disziplin – ist in den vergangenen Jahren extrem populär geworden. „Vor etwa acht Jahren hat der Boom angefangen", sagt Toni Figuera. Er ist Trainer der Volleyballmannschaft an der Schule CIDE in Palma und organisiert das Beachvolleyball-­Sommercamp in Palmanova. „Es ist ein sehr sozialer Sport. Man kann ihn spielen, wo man will, wann man will und mit wem man will."

Wichtig ist es, sich mit den richtigen Gegnern zu messen. „Beachvolleyball funktioniert nur, wenn alle Spieler ungefähr gleich gut sind", sagt Figuera. „Sie müssen auch nicht viel Erfahrung haben. Eine Gruppe totaler Anfänger kann einen Riesenspaß haben, wenn sie zusammen spielen. Problematisch wird es nur, wenn es große Unterschiede gibt."

Beachvolleyball ist nicht nur leicht zu lernen, sondern auch vergleichsweise günstig. Ein gutes Netz kostet im Paket mit Spielfeldmarkierungen und Pfosten 85 Euro. Günstigere Varianten gibt es schon ab 40 Euro. Dazu kommt noch der Ball, der etwa bei Decathlon zwischen 8 und 30 Euro kostet. Auch beim Sportartikelhändler Decathlon bestätigt man den Trend zum Strandsport. Netze und Bälle gehörten seit Jahren zu den meistverkauften Artikeln im Sommer, heißt es.

Wer den Sport nur im Urlaub spielen will, hat den Vorteil, dass er sich gar keine Ausrüstung kaufen muss. Viele Hotels bieten Beachvolleyballplätze an. Häufig kann man auch fragen, ob man bei anderen Gruppen mitspielen kann. Neben Palmanova sind auch die Strände im Norden sehr beliebt, etwa die bei Port d´Alcúdia oder die Playa de Muro. Schon aus Platzgründen eignen sich große breite Strände besser für diesen Sport als kleine Buchten.

Bei allem Spaß sollte man aber die Gesundheit nicht außer acht lassen, sagt der Trainer in Palmanova, bevor er sich wieder seinen Teams zuwendet und die Trainingseinheit beginnt: „Wichtig ist vor allem ein guter Sonnenschutz. Man verbringt viele Stunden unter direktem Sonnenlicht. Da ist Sonnencreme ebenso wichtig wie eine Sonnenbrille und Kopfbedeckung."

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