Estefania und Carolina: Die Küster-Schwestern im Interview

29-07-2009  
Carolina (li.) und Estefania Küster im Restaurant „Campino?.
Carolina (li.) und Estefania Küster im Restaurant „Campino?.  Foto: Bendgens

MICHAEL MAIER Die deutsch-paraguayische Moderatorin und Designerin Estefania Küster Peña (29) kam als „Ex" von Dieter Bohlen und Mutter des gemeinsamen Sohns Maurice Cassian (4) unfreiwillig in die Schlagzeilen. Der Superstar-Moderator ist aber längst vergessen. Mittlerweile ist Estefania mit Promi-Wirt Pino Persico (43) vom „Campino" in Camp de Mar liiert. Gemeinsam mit ihrer Schwester Carolina (31) sprach sie mit der MZ.

Kommen Boris und Lilly zu Ihrem 30. Geburtstag am 28. Juli?
Estefania: Ja, bestimmt. Wir feiern im kleinen Kreis mit zwölf Personen. Eigentlich wollte ich eine riesige Feier zu Hause auf unserer Finca bei Calvià machen. Mir wurde das Ganze aber dann zu stressig und kompliziert. Meine Familie und meine Freunde sind zwischen Mallorca, Deutschland, Südamerika und London über die ganze Welt verteilt, und außerdem fällt die Feier auf einen Dienstag.

Sie waren ja auch Brautjungfer bei der Traumhochzeit in St. Moritz. Woher kommt Ihre Freundschaft mit Lilly?
Estefania: Lilly habe ich über Boris kennengelernt. Ich freue mich unheimlich, dass die beiden zueinandergefunden haben, und glaube, dass sie miteinander glücklich werden.

Wie lebt es sich mit einer so bekannten Schwester?
Carolina: Sie ist meine Schwester, und an der Wahrnehmung hat sich nie etwas geändert. Die Promi-Schlagzeilen um deutsche Berühmtheiten wie Boris Becker oder Dieter Bohlen bekomme ich in Buenos Aires gar nicht so mit. Ich arbeite dort als Fremdsprachenkorrespondentin bei einer Werbeagentur. Zurzeit mache ich Urlaub auf Mallorca.

Estefania: Ich sehe mich absolut nicht als berühmt, ich bin es auch nicht, sondern bin zufällig bekannt geworden. Ich habe es jedenfalls nicht auf Berühmtheit angelegt.

Wie geht es zurzeit mit Ihrer Karriere als Moderatorin vorwärts?

Ich habe einige Angebote vorliegen. Aber ich selektiere sehr gut, denn ich möchte nicht alles machen, sondern nur Shows, die für mich authentisch sind. Deswegen war ich als Moderatorin zum Beispiel gerne bei der Sat-1-Tanz-Casting-Show ´You can dance´ dabei. Ich habe aber auch eine Verantwortung als Mutter und mache deswegen nicht alles mit. Ich will kein Teil einer Menagerie sein, sondern etwas Sinnvolles machen. Ursprünglich wollte ich Medienwissenschaften oder Innenarchitektur studieren, was jetzt natürlich nicht mehr nachzuholen ist. An den Londoner Unis belege ich aber einzelne Kurse in diese Richtung. Das ist eine tolle Möglichkeit. Außerdem arbeite ich an einer Energie-Schmuck-Kollektion. Und baue gerade meine eigene Firma auf. Im Leben und bei der Kommunikation ist Energiefluss doch etwas ganz Wichtiges. Mallorca empfinde ich als einen Platz mit viel positiver Energie.

Was bedeutet für Sie beide das Thema Tanz?
Estefania: Mir ist das sozusagen in die Wiege gelegt. Tanzen hat in Lateinamerika einen radikal anderen Stellenwert und liegt einfach in der Kultur. Ich habe eine klassische Tanzausbildung, und konnte mir als Tänzerin das Abitur finanzieren, nachdem ich mit 16 von zu Hause ausgezogen bin. Unter anderem habe ich für Enrique Iglesias und andere große Künstler bei Musikshows wie zum Beispiel ´Top of the Pops´ getanzt.

Carolina: Das kann ich nur unterstreichen. In Buenos Aires ist es zum Beispiel ganz normal, dass in den Gassen Tango getanzt wird. Etwas Besonderes gibt es auch in Paraguay, wo wir geboren sind, und zwar einen Flaschentanz mit einem Tontopf auf dem Kopf. Die Tradition ist dort ganz wichtig, auch was Familienzusammenhalt, Kunsthandwerk und Naturmedizin betrifft. Übrigens sprechen in Paraguay immer noch 60 Prozent der Bevölkerung die Indianersprache Guaraní, die auch als Schulfach unterrichtet wird. Musik spielt eine große Rolle und ist gut für die Seele. Estefania ist übrigens eine richtige Kämpferin und hat sich von klein auf mit dem Tanz den Lebensunterhalt verdient, auch weil wir eine sehr große Familie sind.

Wie empfinden Sie das Leben zwischen verschiedenen Kulturen?
Estefania: Als wir mit sieben, acht Jahren nach Hamburg kamen, verstanden wir kein Wort Deutsch, außer ´Nudel´, weil unser Vater uns so nannte. Auch das Essen mit Hering und Rollmöpsen war sehr komisch. Natürlich überwiegen in einer globalisierten Welt aber die Vorteile. Mein vierjähriger Sohn Maurice Cassian lernt zum Beispiel ganz automatisch Englisch, Deutsch und Spanisch. Meine Schwester lernt seit vier Jahren Mandarin. Ich spreche auch mehrere Sprachen.

Wird Ihr Sohn Maurice Cassian auf Mallorca eingeschult?
Estefania: Je nachdem, wie sich das ergibt. Zwischen London, Hamburg und Mallorca ist er immer bei mir. Hier auf unserer Finca bei Calvià genießt er vor allem die Natur mit Kaninchen, Eseln und Pferden. Er fängt auch gerne Schmetterlinge und sammelt Muscheln.

Auf welche Society-Events freuen Sie sich diesen Sommer besonders?
Estefania: Vor allem auf die ´Boris Becker Golf Trophy´ ab dem 31. Juli. Ich möchte gerne ein Hole-in-One spielen und bei uns im Clubhaus von Golf de Andratx meine eigene Plakette an der Wand haben!


In der Printausgabe lesen Sie außerdem
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