Dorfgasthäuser: In Peter Maffays Mandelmühle

14.08.2008 | 02:00
Hier isst man lauschig: Peter Maffay und Jutta Dammermann im Garten des Restaurants Trencadora.
Hier isst man lauschig: Peter Maffay und Jutta Dammermann im Garten des Restaurants Trencadora.

Wenn Jutta Dammermann ihre Art der Küche beschreiben soll, die sie im Restaurant Trencadora in Pollença zubereitet, dann wählt sie zwei schlichte Worte: gehobene Hausmannkost. Doch damit stellt die gebürtige Münchnerin ihr Licht unter den Scheffel. Denn was die 56-Jährige in der Küche von Peter Maffays Mandelmühle gleich neben dem Mallorca-Sitz seiner Stiftung zubereitet, ist viel mehr als das. Beispiel Hühnchen. Das wird raffiniert mit Ingwer und Zitrone, Chili und Knoblauch gewürzt, zum guten Schluss streicht sie noch etwas Aprikosen-Chutney über das Fleisch. Dazu serviert sie knackiges Gemüse, meist aus ökologischem Anbau (11,80 Euro).

„Ein typisches Frauenessen", sagt Dammermann, die jahrzehntelang in der Gastronomie gearbeitet und früher bei Musikproduktionen von Maffay die ganze Mannschaft bekocht hat. „Die Männer hingegen lieben das Entrecôte mit Cayenne-Butter für 15,80 Euro, das bringt es auf 250 bis 280 Gramm und stammt vom örtlichen Metzger." Ohnehin werden hier neben Bio- ausschließlich lokale Produkte verarbeitet, Waren, die keinen langen Transportweg hinter sich haben.

Mittags gibt es menú del día, drei Gänge für 10 Euro, inklusive Wasser und einer Flasche Wein, die sogar einzelnen Gäste angeboten wird. Man wählt zwischen drei Vor-, drei Haupt- und bis zu fünf Nachspeisen. Eine Speisefolge könnte so aussehen: vorweg eine Salatvariation mit Artischocken und Petersilienpesto, gefolgt von einem Lachsrisotto in Curry-Mandelsauce, gekrönt von einem Tiramisu mit frischem Quark, Kirschen und Schokolade. Sonntags wird ein „Spezial-Menü" angeboten für 12 Euro. An Stammgästen herrscht offenbar kein Mangel. „Wer einmal hier war, kommt immer wieder", sagt Dammermann selbstbewusst.

Was daran liegen mag, dass in der Mandelmühle manches anders ist. Das Brot wird selbst gebacken, Lasagne und Pizza sind hausgemacht - und eine Kinderkarte mit Spaghetti, Hot Dog und dem Tabaluga-Drachen als Deko gibt es auch. Wer nicht großartig essen möchte, nimmt an der Theke Platz, bestellt einen Wein oder ein Bier und dazu vielleicht eine Currywurst mit Pommes, die Sauce hat die Köchin natürlich wieder selbst gemacht (4,50 Euro). Die Weine, allesamt Spanier, kosten zwischen 12 und 27,50 Euro pro Flasche, das Glas ist für 2,50 Euro zu haben.

Im Trencadora stellen mallorquinische Künstler im monatlichen Wechsel aus, freitags ab 21 Uhr wird live musiziert. „Hier befand sich früher die Kooperative der Mandelbauern, die 200 Jahre alte Mühle steht noch heute im Garten", erzählt Dammermann. „Früher war es ein Ort der Begegnung, das soll es auch heute sein."

Restaurant-Bar Trencadora, C/. Ramon Llull, 7, Pollença. Telefon: 971-53 18 59. Geöffnet: Mo bis Fr 12 - 15 und 17 - 24 Uhr (Küche ab 18.30 Uhr), Sa 18 - 24 Uhr, So 11 - 17 Uhr. Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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