Pin-up-Kalender made in Mallorca: Die ganze Zeit Gänsehaut

Deutscher Motorenöl-Hersteller geht mit einem Insel-Kalender ins neue Jahr

09-12-2011  
Wird bald so manchem Automechaniker einheizen: der Mallorca-Kalender des Motorenöl-Herstellers Liqui Moly
Wird bald so manchem Automechaniker einheizen: der Mallorca-Kalender des Motorenöl-Herstellers Liqui Moly Foto: Liqui Moly

JOHANNES KRAYER Mallorca wird im kommenden Jahr die rußverschmutzten Wände jeder zweiten deutschen Autowerkstatt zieren. Zumindest als Hintergrund. Motorenöl-Hersteller Liqui Moly aus Ulm hat seinen Kundenkalender 2012 auf der Insel produzieren lassen. Im Mai waren dafür extra osteuropäische Models aus Ungarn, Tschechien, Russland oder Kroatien eingeflogen worden. „Alle ehemalige Playmates in ihren Ländern", wie Liqui-Moly-­Werbeleiter Bruno Werndl erzählt.

Erklären musste man denen also nicht lange, was von ihnen erwartet wurde: sich auf einer Poolliege räkeln, vor einer Urbanisation ein bisschen verführerisch gucken oder mit mallorquinischen Orangen hantieren. Der erste von bislang sieben Liqui-Moly-Kalendern, der außerhalb von Deutschland produziert wurde, sollte keine Pirelli-Kunst sein, aber auch nicht stümperhaft daherkommen. Das Team mietete sich auf einer Finca bei Pollença ein.

Auf der Insel stieß die Crew dann auf so manches Hindernis. Der Wonnemonat Mai präsentierte sich für mallorquinische Verhältnisse sehr kalt und regnerisch. „Die Models waren mit Winterjacken bekleidet, haben sich schnell für das Foto entblößt und sich sofort wieder angezogen. Sie hatten die ganze Zeit Gänsehaut."

Eines der Kalenderfotos sollte in Palma vor der Kathedrale entstehen. Eine Genehmigung lag vor. Das Team hatte nicht mit einem derartigen Menschenauflauf gerechnet. So ließ sich nicht arbeiten. „Als hinderlich stellten sich auch zwei Polizisten heraus, die die Aktion witzig fanden und mit aufs Foto wollten", berichtet Werndl, der von Deutschland aus die Orte für die Aufnahmen ausspähte und sich dabei lediglich auf Fotos im Internet verließ.

Auch Unternehmenschef Ernst Prost ließ sich das Shooting nicht entgehen. „Er ist Hobbyfotograf und wollte sich einige Kniffe abschauen", sagt Werndl. Der „Lichtblick" im ölverschmierten Alltag deutscher Autowerkstätten ist mit einer Auflage von 150.000 in den Druck gegangen. Nicht-Mechaniker können ihn bei Amazon bestellen.


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