Sant Antoni: Mallorca tanzt in das teuflische Feuerfest

Nach den Tiersegnungen am Sonntag standen am Montag die 'dimonis' und Grillfeuer im Mittelpunkt der ländlichen Bräuche

21.01.2017 | 08:45
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Spätestens seit den Tiersegnungen am Sonntag ist Mallorca im Sant Antoni-Fieber. Die Plätze und Straßen werden von tanzenden Teufeln eingenommen. In vielen Dörfern säumen Grillfeuer die Straßenecken. Feuchtfröhliche Menschen versammeln sich. In vielen Orten auf dem Land sind Montag (16.1.) und/oder Dienstag (17.1.) Feiertage.

Zum Festprogramm gehören in jedem Ort unterschiedliche Traditionen. So zogen die Bürger von Son Servera bereits am Wochenende zum gemeinsamen Holzholen los (Fotogalerie Son Servera). Erinnert wird bei den Feierlichkeiten an Sant Antoni Abad, (Antonius der Große). Der wurde im dritten Jahrhundert in Ägypten geboren. Der Legende nach verlor er im Alter von zwanzig Jahren seine Eltern, verschenkte daraufhin seinen Besitz und suchte in der Wüste die Einsamkeit. Dort erschien ihm in Visionen mehrere Male der Teufel und forderte seine Standhaftigkeit heraus. Sant Antoni entsagte den Versuchungen und wurde stolze 105 Jahre alt.

Bei den Feiern auf Mallorca erinnert man sich vor allem an die Teufel und weniger an die Entsagungen. Gefeiert wird mit Feuertänzen, teuflischen Ritualen, reichlich Wein und vor allem kiloweise gegrilltem Fleisch. 

Da Sant Antoni auch der Schutzpatron aller Tiere ist, fanden bereits am Sonntag die sogenannten beneïdes, die Tiersegnungen statt (Fotogalerie Tiersegnungen). Viele Landwirte ritten stolz auf den Pferden in die Dörfer und ließe  ihre Schafe, Kühe und Schweine segnen. Die Kinder brachten wie jedes Jahr ihre Haustiere - von der Katze bis zum Kanarienvogel - auf die Kirchplätze.  /tg

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