Zum Naturstrand von Llucalcari: Steinige Angelegenheit

Eine Wanderung mit Startpunkt in Deià

30-06-2011  
 Der Naturstrand Es Canyaret, im Hintergrund die Punta es Gall und die Punta de Sóller
Der Naturstrand Es Canyaret, im Hintergrund die Punta es Gall und die Punta de Sóller Foto: Roland Otto

ROLAND OTTO Die mittelschwere Wanderung beginnt an der Bushaltestelle in Deià. Dort biegt links die Carrer del Porcho ab, die dann bei dem Schild „GR 221, Refugi de Ca´n Boi" in die Carrer Costa d´en Topa übergeht. Ein gepflasterter Stufenabstieg führt nun steil nach unten zu einer Brücke und über den Torrent Major. Weiter geht es rechts (Schild wie oben) auf der schmalen Fahrbahn Carrer es Clot, die beim Refugi de Ca´n Boi rechts wegknickt.

Wenig später folgt man bei einer Wegteilung rechts dem Schild „Camí des Ribassos, Cala de Deià" und gelangt auf einem Flurweg dann zu der Finca Ca´n Jordi, bei der die Piste sich zu einem Pfad verengt (Beschilderung, Holzpfostenpfeil). Dieser verläuft durch Olivenhaine abwärts, wobei rote Kleckse, Steinmännchen, Pfeile und das Schild „Cala de Deià" die Richtung zeigen und auf zwei Leitern zwei Tore überstiegen werden. Schließlich wird rund 20 Minuten nach Tourstart eine Holzbrücke erreicht, bei der links (Schild „Cala de Deià") abgebogen wird. Ein gegenüberliegendes Schild „GR 221, Sóller" wird ignoriert.

Eine Fahrbahn führt nun leicht abfallend meerwärts. Rund zehn Minuten nach der Holzbrücke gelangt man dann zu einer weiteren Brücke und einigen Häusern. Hier biegt rechts – geradeaus liegt die Cala 100 Meter entfernt – ein gestufter Pfad ab. Dieser führt sogleich zu einem weggedrückten Zaun und einer Eisenleiter und nach etwa 100 Metern zu einer Gabelung, bei der geradeaus weitergewandert wird (Steinmännchen, blauer Punkt). Die Piste führt nun oberhalb der Cala de Deià zu einem Holzgeländer und Stufen, auf denen das Häuschen Cas Coix erreicht wird. Von hier hat man den famosesten Blick auf die Cala und den Strand überhaupt.

Vor dem Gebäude verweisen ein blauer Klecks und ein Steinmännchen nach rechts, eine weitere blaue Markierung dann sofort wieder nach rechts in Richtung einer zehn Meter entfernten Terrassenmauer, vor der aber gleich links (Steinmännchen) auf einen Pfad abzubiegen ist. Ein roter Klecks geradeaus an einem Fels ist zu ignorieren.

Der Trampelpfad führt durch ein Kiefernwäldchen, wobei dann neben blauen auch bald orange Markierungen vorzufinden sind. Nachdem man zwei Picknickplätze passiert hat, gelangt man zu einem kleinen gemauerten Mirador mit einem Holzgeländer, von dem es rechts auf dem Küstenpfad weitergeht.

Nun folgt sogleich oberhalb einer Bucht eine knifflige Stelle, bei der ein Erdrutsch Kiefern entwurzelt und teils den Pfad weggerissen hat. Die Gehzeit von dem Abzweig bei der Cala de Deià bis hier hat rund 20 Minuten betragen. Jetzt versperrt ein Baumstamm in Schräglage und mit einer Höhe von rund 80 Zentimetern den Weg. Über den Stamm muss der Wanderer mit großer Vorsicht klettern, da er auf einem schrägen Abgrund liegt. Danach kraxelt man etwa fünf Meter (oranger Punkt) auf Fels hinunter zu Stufen, wobei noch Reste eines Seiles vorhanden sind. Dort befinden sich links weitere Treppen, die zu einer in den Fels gebauten Fischerhütte und zu einem varadero, einer Landestelle für Boote, führt. Die Hütte wird Alcova genannt und steht unter Denkmalschutz.

Man steigt dann auf Stufen und unter dem Stamm einer umgestürzten Kiefer zu einem Pfad auf, der nun hart am Rand von bis zu 30 Meter abfallenden Steilklippen (orange Punkte, Steinmännchen) zu einer eingestürzten Mauer (Steinpyramide) und von dort zur nächsten Bucht führt. Hier verlaufen Treppen mit einem Holzgeländer hinab zu einer Badestelle.

Schließlich ist (Steinmännchen) eine Stelle erreicht, an der rechts vom Pfad ein Felsbrocken mit einer aus einer Spalte gewachsenen Kiefer auffällt. Erst bei genauerem Hinsehen nimmt man die türkisen, violetten und gelben Farbkleckse auf dem Gestein wahr. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Wandermarkierungen, sondern um Proben aus Öl­farbe von Malern aus Deià. Von der atemberaubend schönen Küstenlandschaft zwischen der Cala de Deià und Llucalcari haben sich schon vor 70, 80 Jahren Künstler inspirieren lassen. Es wird sogar davon berichtet, dass Joan Miró und Pablo Picasso am Strand von Llucalcari bei einem Glas Rotwein auf den Sonnenuntergang gewartet haben.

Rund fünf Minuten nach der Fischerhütte Alcova wird ein Picknickplatz mit Steintisch und Steinsitzbank erreicht. Dort biegt man rechts (Steinmännchen, orangefarbener Punkt) auf einen Pfad ab, der sich nach wenigen Metern links (roter Klecks) nach oben wendet und oberhalb der Bucht Sa Caleta zu einem Zaun mit einer Holzleiter und danach zu einem weiteren Zaun mit Leiter führt. Man folgt dabei den durchgehend vorhandenen Steinmännchen, Markierungen in Orange und Blau. Nachdem eine Steinsitzbank, eine Zisterne und ein Schild mit dem Symbol für Wellen passiert sind, wird eine Mauer mit Lücke erreicht, hinter der man links (Steinmännchen und weiteres Schild „Wellen") abbiegt und kurz darauf eine weitere Mauer erreicht. Hier ist nun rechts (Steinmännchen) auf einen Pfad abzubiegen, der nach 50 Metern zu einer hohen Mauer und zu dem Haus Es Canyaret führt. Die Gehzeit vom Picknickplatz mit dem Steintisch bis hier hat rund 20 Minuten betragen.

Rechts bei der Stützmauer beginnt ein Stufenweg nach Llucalcari. Zum Strand es Canyaret gelangt man von hier in drei Minuten. Der Wanderer geht zunächst geradeaus (rote Markierung) entlang der Mauer, an deren Ende links ein Pfad (Steinmännchen) abbiegt, der oberhalb des Steinstrandes endet. Der Abstieg zum Meer und zum offiziellen FKK-Strand erfolgt dann auf einem zehn Meter langen Steilabhang, auf dem Trittstufen aus Ästen vorhanden sind.

Nach einem erfrischenden Bad begibt man sich wieder zurück zu Es Canyaret und biegt links (oranger Klecks) auf den Stufenweg ab. Dieser führt in einem steilen Aufstieg in einer Viertelstunde (Steinmännchen, Farbkleckse) nach Llucalcari und dort auf eine Fahrbahn, auf der links bald darauf die Landstraße Ma-10 und die Bushaltestelle erreicht sind.

Wegstrecke

7 km

Nettogehzeit

1,5 Std.

Höhenunterschied

Abstieg:160 m
Aufstieg: 70 m

Schwierigkeitsgrad
***

Anfahrt von Palma: Mit dem Bus L-210 vom Busbahnhof an der Plaça d´Espanya, Abf.: Mo - Sa: 9.30, So und feiertags: 10.30 Uhr. Rückfahrt von Llucalcari, Haltestelle an der Ma-10: Mo - Fr: 15.55, 17.55 Uhr, Sa: 16.25 Uhr, So und feiertags: 14.55 und 18.55 Uhr. Auskunft: tib.caib.es

Tourencharakter: Mittelschwere Wanderung auf steinigen Pfaden, breiten Wegen und Asphalt. Trittsicherheit notwendig.

Ausrüstung: Leichte Wanderstiefel, Wasser, Sonnenschutz, Badesachen.

Einkehr: Unterwegs an der Cala de Deià in zwei Strandrestaurants, in Sommermonaten kein Ruhetag.

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