08. Dezember 2019
08.12.2019

Palmas Küstenlinie macht sich für die Zukunft schick

In den kommenden vier Jahren soll sich das Gesicht der Stadt zum Meer hin radikal verändern. Ein Überblick, wo bereits gebaut wird und was noch geplant ist

08.12.2019 | 01:00

Es ist ein Mammutprojekt, das die Meeresfront von Palma de Mallorca in den kommenden vier Jahren von Grund auf verändern und für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts auf Vordermann bringen soll. Von Molinar, wo die Arbeiten am Club Náutico schon begonnen haben, bis Portopí werden Yacht- und Sport­häfen modernisiert, neue Promenaden angelegt und ein Museum eröffnet.

Rund 150 Millionen Euro – teils aus öffentlichen, teils aus privaten Geldern – kostet die Runderneuerung des etwa sieben Kilometer langen Küstenabschnitts. Die sicherlich wichtigste Änderung ist die Umgestaltung des Paseo Marítimo. Die sechsspurige Schnellstraße soll auf vier Spuren zurückgebaut werden. Auf dem so gewonnenen Platz sollen eine Promenade sowie Grünflächen entstehen. Ungefähr 32 Millionen Euro kosten die Umbauarbeiten, die Ende 2020 beginnen.

Ein Zentrum der Wissenschaft

Auch ein paar Kilometer weiter östlich soll die Lebensqualität der Menschen durch den Rückbau von Verkehrswegen gesteigert werden. Vom Kongresszentrum bis zum Torrent de na Bàrbara, entlang am Redaktionsgebäude der MZ, soll eine Fußgängerzone entlang der heutigen Flughafenautobahn entstehen. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Der Bau der Promenade ist die einzige Investition des ­Inselrats im Rahmen des ambitionierten Küstenprojekts.

Sehen Sie die Neuerungen in der Fotogalerie!

Auch die alte Mole wird generalüberholt und soll zu einem Zentrum der Wissenschaft werden. Sowohl das balearische Meeresforschungsinstitut als auch das Institut für Küstenbeobachtung (Socib) ziehen hier ein. Beide Gebäude werden neu gebaut. Die Kosten für das Meeresforschungsinstitut, das bis 2023 fertig sein soll, liegen bei 7 bis 10 Millionen Euro, die mit Fördergeldern der EU aufgebracht werden sollen. Die neue Socib-Zentrale soll 7,5 Millionen Euro kosten. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich 2020.

Auf der Gegenmole, wo sich der Real Club Náutico befindet, wurden bereits Gebäude rund um die Kapelle Sant Elm abgerissen. In der jetzigen Schiffswerft soll das neue Meeresmuseum entstehen, die Werft zieht auf die alte Mole. Insgesamt werden 9 Millionen Euro investiert, mit denen auch der Fischereihafen umgebaut werden soll.

Umbau der Yachthäfen

Die kleinen Gärten rund um die Kapelle Sant Elm sollen dem Real Club Náutico weichen. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, ist noch unklar. Die balearische Hafenbehörde hat die Konzession des Yachthafens bis 2042 verlängert und einen Plan verabschiedet, der unter anderem den Bau einer Tiefgarage vorsieht. Jetzt muss die zentralstaatliche Hafenbehörde noch ­zustimmen. Die Investition soll insgesamt 11,8 Millionen Euro betragen.

Weiter ist die Planung des Umbaus des Edel-Yachthafens Club de Mar bei Portopí. Die Arbeiten sollten bereits in diesem Herbst starten, wobei noch Genehmigungen ausstehen. Das Gelände des Club de Mar soll sich zur Stadt öffnen, was mit einer Verlängerung des Paseo Marítimo ­inklusive Fahrradwegen und Grünflächen einhergeht. Die Generalüberholung kostet 50 Millionen Euro und ist damit die größte ­Privatinvestition auf öffentlichem Gelände in einem Hafen des Landes. Die Investition ist Teil eines Abkommens des Yachthafens mit der Hafenbehörde und verbunden mit einer Verlängerung der Konzession um 25 Jahre. Der Club de Mar, in dem viele Superyachten anlegen, verpflichtet sich im Gegenzug, in diesem Zeitraum Pachtgebühren von insgesamt 250 Millionen Euro zu zahlen.

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