03. Juli 2008
03.07.2008

Beim „Breitling Cup“ vom 18. bis 22. Juli in Portals Nous startet Juan Carlos an Bord der „Bribón

08.07.2008 | 13:36
Juan Carlos (mit roter Mütze) im Wendemanöver beim ýBreitling Cup" im Sommer 2007 vor Portals Nous.

In rund zwei Wochen fällt der Startschuss für den „Breitling Cup", den Mallorca-Termin innerhalb der internationalen Regatta-Serie „Audi MedCup 2008". Rund 20 TP-52-Racer werden im Nobelhafen Portals Nous ihr Quartier beziehen. Das hochkarätig besetzte Teilnehmerfeld – unter den Skippern auf den Hightech-Yachten befinden sich unter anderen Russell Coutts, Paul Cayard, Dean Barker, Terry Hutchinson oder Jochen Schümann – hat bis dahin drei „MedCup"-Regatten (Alicante, Marseille, Sardinien) hinter sich.

Bestplatziertes Team ist derzeit die spanische TP-52-Yacht „Bribón" von Eigner José Cusí. Neben den beiden neuseeländischen Segelbrüdern Ian und Dean Barker gehört dort auch Spaniens König Juan Carlos zu den Besatzungsmitgliedern. Bisher hat der Monarch außer bei ein paar Läufen vor Alicante noch kaum ins „MedCup"-Geschehen eingegriffen. Doch das soll sich auf Mallorca ändern. Die „Breitling" ist schließlich neben der „Copa del Rey" (26.7. - 3.8.) die Haus- beziehungsweise Hof-Regatta des Königs. Bereits viermal konnte Juan Carlos als Steuermann die Regatta, die seit 1986 ausgetragen wird, für die „Bribón" entscheiden.

An Bord hat sich seither allerdings einiges verändert. Neben der ständig wechselnden Crew wurde auch die Yacht Jahr für Jahr technischen Neuerungen unterzogen „Man findet auf der heutigen ´Bribón´ kaum noch etwas, was es dort vor 20 Jahren gab", erklärte Eigner Cusí kürzlich in einem Zeitungsinterview. Gleich geblieben ist nur eines: Der 15,85 Meter lange und 4,37 Meter breite Racer zählt bei jeder Regatta im Mittelmeer stets zu den Titelfavoriten.

Schümann macht Druck

Konkurrenz bekommt die „Bribón" in diesem Jahr überraschend von deutscher Seite. Jochen Schümann, Teamchef auf der „Platoon" des Hamburger Investors Harm Müller-Spreer, will den König beim „MedCup" vom Segelthron stoßen. Das einzige deutsche Team in der Regatta-Serie zählt dabei auf die Kerncrew der America´s-Cup-Mannschaft „United Team Germany".

Schümann, dessen „Platoon" derzeit Rang vier im Gesamt-Klassement belegt, hat für die am Dienstag (1.7.) vor Cagliari (Sardinien) begonnene dritte Regatta des „Audi MedCup" jedenfalls eine eindeutige Marschrichtung ausgegeben: „Nachdem wir in Marseille nur hauchdünn an einem Podestplatz gescheitert sind, möchten wir in Sardinien endlich den Sprung aufs Siegerpodest schaffen. Wir haben das Boot in den vergangenen Wochen weiterhin optimiert und sind uns ganz sicher, das wir es dieses Mal schaffen werden." Besonders auf den erneuten Vergleich mit dem derzeit führenden Team „Bribón" freut sich der 53-jährige Wahl- Valencianer: „Sowohl beim ´Sardinias Rolex Cup´ als auch bei der letzten ´Audi MedCup´-Regatta in Marseille haben uns die Spanier auf den letzten Metern immer die Suppe versalzen. Das wird sich nun aber in Cagliari ändern – da bin ich mir ganz sicher!"

Beim ersten Probelauf am Montag (30.6.) vor Cagliari löste Schümann sein Versprechen bereits ein. Die „Platoon" wurde – knapp vor der „Bribón" – Erster.

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