Ihren Lebenslauf, bitte!

Tipps zu Berufsmesse und Stellenportalen, den Besonderheiten der spanischen Bewerbung sowie dem Kontakt mit dem Arbeitgeber

25.03.2016 | 08:26

Wo suchen?
Wer speziell im deutschsprachigen Arbeitsmarkt der Insel suchen will, wird neben dem Kleinanzeigenteil der Mallorca Zeitung, bei der Jobbörse von „Mallorca Inselradio 95,8" (www.inselradio.com/jobboerse) oder etwa auf dem Portal www.mallorca-zero.com fündig. Reicher, aber auch unübersichtlicher ist die Auswahl auf Facebook, etwa in den Gruppen Jobs in Mallorca, Job Börse Mallorca oder Job Vacancies in Mallorca – es gibt mehrere weitere Gruppen.

Wer direkt im spanischsprachigen Jobmarkt suchen will, kann sich einen ersten Überblick in den Datenbanken des balearischen Arbeitsamts Soib verschaffen (www.soib.es, „Cercador d´ofertes de feina") sowie bei Palma Activa (www.palmaactiva.com, „desocupades", „Ofertes de trabajo"). Über das Online-Portal der MZ haben Sie auch direkten Zugriff auf das Job-Portal www.iberempleos.es.

Wer eine Anstellung in Tourismus oder Gastronomie sucht, findet eine große Auswahl an Stellenangeboten unter www.turijobs.com (unter Region Illes Balears auswählen). Große Unternehmen führen ihre Stellenangebote zwar in der Regel direkt auf ihrer Website auf – doch angesichts der großen Zahl kleiner und kleinster Betriebe auf Mallorca lohnt sich die Ausschau und das Nachfragen vor Ort. Ohnehin spielen persönliche Beziehungen im spanischen Arbeitsmarkt eine große Rolle.

Die Möglichkeit zum direkten Kontakt mit 63 auf Mallorca vertretenen Unternehmen gibt es zudem auf der Jobmesse Fira d´Ocupació vom 12 bis 14. April in der Palma Arena. An den Vormittagen (jeweils 10–14 Uhr) und am Nachmittag des 13. April (16–18.30 Uhr) sind die Firmen mit Infoständen vertreten. Viele von ihnen nehmen Bewerbungsunterlagen direkt auf der Messe entgegen, andere verlangen Bewerbungen per E-Mail (alle Firmen, gesuchte Profile, Anforderungen und komplettes Programm auf der Website formacio.palmaactiva.com/fira).

Wie bewerben?
Wer nicht bei einer deutschen Firma einen Job sucht, sollte die Besonderheiten der spanischen Bewerbung beachten. Waren die Unterlagen für einfache Jobs vor allem im Tourismus vor der Wirtschaftskrise meist nur Formsache, wird nun angesichts der größeren Zahl der Bewerber in diesem Bereich deutlich mehr Wert darauf gelegt.

Prinzipiell ist die Bewerbung aber weiterhin deutlich knapper als in Deutschland: kurzes Anschreiben (Carta de presentación), Lebenslauf (Curriculum, C.V., oft auch allgemein für Bewerbung verwendet) mit einer Länge von einer, maximal zwei Seiten, Zeugnisse und Arbeitsproben nur auf Nachfrage. „Arbeitgeber sollten in 20 Sekunden das Wichtigste erfassen können", gibt Eugenia Crespí von Palma Activa zu bedenken. Konkret heißt das: Bei den persönlichen Daten (datos personales) haben Hobbys nichts zu suchen, bei der Ausbildung (Formación académica y profesional) nur für die Stelle relevante Titel nennen, die Berufserfahrung (experiencia profesional) auf Stichpunkte beschränken.

Deutschen Bewerbern empfiehlt Jobvermittlerin Doris Stangier, die vorhandenen Sprachkenntnisse prominent weiter oben im Lebenslauf anzuführen – und zwar mit aussgekräftigen Einstufungen zum Niveau in Wort und Schrift. „Wer zweisprachig aufgewachsen ist, sollte das auch reinschreiben."

Der spanische Lebenslauf wird im Gegensatz zum deutschen nicht unterschrieben. Ein Passfoto ist üblich, aber nicht verpflichtend. Musterbögen, Vokabeln und Tipps finden Sie hier.

Wie vorstellen?
Je nach Branche und Position müssen sich Bewerber im Vorstellungsgespräch verstärkt auf Assessment Center einstellen. Dann wird zum Beispiel nachgestellt, wie man reagiert, wenn einem Kellnerkollegen das Tablett zu Boden fällt. Ansonsten kann es im Vorstellungsgespräch auch informell zugehen – wenn der Arbeitgeber duzt, ist dies auch dem Jobsuchenden gestattet.

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