Kiefernstreit: Gericht stellt Verfahren gegen Claudia Schiffer ein

Nach außergerichtlicher Einigung mit Nachbar Willi Weber und wegen mangelnder Beweise für ein Umweltdelikt legen die Richter den Fall zu den Akten

23.11.2016 | 08:00
Nachbarschaftsstreit ausgestanden: Claudia Schiffer auf Mallorca.

Claudia Schiffer muss sich vorerst keine Sorgen mehr um die auf Mallorca widerrechtlich gefällten Bäume machen. Das zuständige Gericht hat das Verfahren eingestellt, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Mittwoch (23.11.) berichtet. Grund für die Archivierung des Falles seien die im Oktober erzielte außergerichtliche Einigung mit ihrem Nachbarn, dem ehemaligen Formel-1-Manager Willi Weber, sowie mangelnde Beweise für ein mögliches Umweltdelikt.

Bei dem Streit ging es um zwei Kiefern mit einer Stammdicke von 34 Zentimetern, die Schiffer und ihr Mann am 22. Juli 2015 an der Grundstücksgrenze in Camp de Mar fällen ließen, weil diese den Meerblick verdeckten. Anschließend stellte sich heraus, dass die Bäume auf dem Grundstück von Weber standen und nicht nur den Blick aufs Meer, sondern auch auf dessen Schlafzimmer verhindert hatten. Der ehemalige Manager von Michael Schumacher ließ das nicht auf sich sitzen und brachte die Sache vor Gericht.

Sowohl Claudia Schiffers Mann, Matthwe Vaughn, als auch zwei Gärtner mussten in der Sache als Beschuldigte vor dem zuständigen Richter Antoni Rotger aussagen. Schiffer selbst blieb die Vernehmung erspart.

Der Geschädigte hatte den ihm entstandenen Schaden mit 30.700 Euro angegeben, die der "Diario" berichtet. Beim Fällen der Bäume seien zudem Äste auf eine zum Haus gehörende Klimaanlage gefallen und hätten diese zerstört. Außerdem hätten sich die Nachbarn der gefällten Bäume bemächtigt, deren Holz an sich schon einen hohen wirtschaftlichen Wert hätten.

Der Anzeige zufolge hatte es schon zwei Wochen vor dem Fällen der besagten Kiefern Streit zwischen den Nachbarn gegeben. Ein von Schiffer und Vaughn beauftragter Gärtner hatte beim Fällen einiger Bäume Äste auf das Nachbargrundstück fallen lassen. Weber hatte es den prominenten Nachbarn in Folge explizit verboten, sein Grundstück für Gartenarbeiten zu betreten. Trotz des ausgesprochenen Verbots seien dann am 22. Juli die beiden Kiefern gefällt worden, wie es im "Diario" heißt.  /tg

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