So sieht es auf den Fincas von Peter Maffay auf Mallorca aus

Nach den schweren Vorwürfen im "Spiegel": Die MZ besucht Tabaluga-Stiftung bei Pollença

25.07.2017 | 16:36
So sieht es auf den Fincas von Peter Maffay auf Mallorca aus

Es mag sein, dass nach dem überaus kritischen Bericht im aktuellen "Spiegel" hektisch aufgeräumt wurde, aber verwahrloste Fincas sehen anders aus. Ein MZ-Besuch am Montag (24.7.) auf Can Sureda und Can Llompart, den beiden Fincas von Peter Maffay auf Mallorca, konnte das vermeintliche Chaos auf den Anwesen der Fundació Tabaluga nicht bestätigen.

Die Stiftung ermöglicht traumatisierten Kindern seit Jahren einen Mallorca-Urlaub. Auch beim MZ-Besuch befand sich eine dieser Gruppen auf der dafür eingerichteten Finca Can Llompart.

Ansonsten: Zwar würde man hier vielleicht keinen Hochglanz-Werbeprospekt erstellen, aber die Fincas wirken ordentlich, aufgeräumt und gut gepflegt. Tiere sind durchaus zu sehen, und das nicht zu knapp. Auf Can Sureda gibt es derzeit zwar nur einen Stier, ein paar Ziegen und mehrere Pferde sowie Lämmer, aber auf Can Llompart ist von Schweinen über Hühner, Gänse, Esel und Kühe alles vorhanden. Die Stallungen sind sauber, es ist genügend Stroh vorhanden, und laut Stiftungs-Mitarbeiterin Doris Cremer wird das Wasser für die Tiere auch täglich erneuert.

Fotogalerie: MZ-Besuch am Montag (24.7.):

Cremer räumt allerdings ein, dass der Betrieb im Hofladen von Can Sureda deutlich zurückgefahren worden sei, nachdem es sich nicht rentiert hatte, Salat oder Gemüse aus Eigenanbau zu verkaufen. Stattdessen setzt die Finca inzwischen mehr und mehr auf Wein.

Das Gewächshaus, in dem einst Tomaten gezogen wurden, ist leer, und das angrenzende Salatfeld ungepflegt. "Hier hat uns auch die Wasserknappheit in den vergangenen zwei Jahren einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Cremer.

Laut dem "Spiegel"-Bericht ist bereits ein Makler mit dem Verkauf der beiden Anwesen beauftragt worden. Doris Cremer sagte, davon sei ihr nichts bekannt. Stiftungsgeschäftsführer Albert Luppart indes hatte bereits am Sonntag gegenüber der "Bild am Sonntag" bestritten, dass sich die Stiftung von Mallorca zurückziehen wolle. "2017 haben wir von 27 möglichen Gruppenbelegungen 25 Gruppen im Tabaluga Haus auf Can Llompart. Die Gruppeneinplanungen für alle unsere Tabaluga Kinderhäuser finden immer im November eines jeden Jahres statt. So werden wir im November 2017 die Einplanung auch für Can Llompart für das Jahr 2018 vornehmen und erwarten wieder eine Vollauslastung." Peter Maffay selbst sprach von "Verleumdung".

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