Straßen-Umbenennung: Palma hat es eilig

Ein Marmor-Steinmetz in Marratxí stellt bereits die neuen Schilder für die Blumen-Rambla her, die nicht mehr an Urdangarin erinnern soll

03.02.2013 | 00:59
Es wird eifrig an den Schildern gearbeitet
Es wird eifrig an den Schildern gearbeitet

Die Stadtverwaltung von Palma will die Straßenschilder an der Blumen-Rambla bereits in den nächsten Tagen auswechseln. Ein Marmor-Steinmetz in Marratxí sei inzwischen beauftragt worden, die neuen Schilder herzustellen, hieß es am Freitag (1.2.). Der Boulevard – einer der schönsten der Stadt – war 1998 zu Ehren von Königs-Tochter Cristina und ihrem Mann Iñaki Urdangarin "Rambla dels Ducs de Palma de Mallorca" genannt worden. Nunmehr soll die Straße wieder – wie früher – schlicht "La Rambla" heißen. Gegen den ehemaligen Handballprofi wird auf der Insel wegen dubioser Geschäftspraktiken ermittelt.

Die Stadt wird Urdangarin zudem offiziell bitten, den Titel "Herzog von Palma" abzulegen. Der Schwiegersohn des Königs sei nur durch die Heirat mit Infantin Cristina an den Titel gekommen, hieß es am Donnerstag (31.1.) zur Begründung. Deswegen stehe er ihm eigentlich nicht zu. Im September 1997 hatte Juan Carlos lediglich seine Tochter zur "Herzogin von Palma" genannt. Daran soll sich nach dem Willen der Stadtverwaltung auch nichts ändern.

Am 23. Februar muss Urdangarin zusammen mit dem Sekretär der Infantinnen Elena und Cristina, Carlos García Revenga, vor Untersuchungsrichter José Castro erscheinen. Dieser setzte eine Kaution in Höhe von 8,2 Millionen Euro fest, die Urdangarin und sein Ex-Geschäftspartner Diego Torres in den kommenden Tagen hinterlegen müssen.

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