Kindesmissbrauch: Deutscher akzeptiert 17 Jahre Haft

34-jähriger Vater gesteht vor Gericht, dass er zwei eigene Kinder und die Tochter einer Lebensgefährtin vielfach vergewaltigt hat

27.03.2013 | 16:51

Der Mallorca-Deutsche H. J., der zwei eigene Kinder und die Tochter einer früheren Lebensgefährtin vielfach sexuell missbraucht, die Szenen obendrein gefilmt und als Kinderpornos im Internet veröffentlicht hatte, hat am Mittwochmorgen vor dem balearischen Oberlandesgericht in Palma de Mallorca eine Gefängnisstrafe von 17 Jahren akzeptiert. Zu dieser wird er wegen wiederholten sexuellen Missbrauchs in drei Fällen und Kinderschändung verurteilt werden.

Zudem stimmte der 34-jährige dem von der Staatsanwaltschaft geforderten 15 Jahre anhaltenden Kontaktverbot zu allen drei Opfern, dem Entzug des Sorgerechts für seine leiblichen Kinder und einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von je 10.000 Euro an jedes der Kinder zu. Da H. J. auch alle ihm zur Last gelegten Vorwürfe mit einem knappen Ja zur Kenntnis nahm, ohne Einspruch einzulegen, ist die Anhörung in dem Fall abgeschlossen. Mit dem Urteilsspruch ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

In den Jahren 2008 und 2009 hat H. J. die Kinder immer wieder vergewaltigt, mal auf seiner Finca in Llucmajor, mal an Bord seiner Luxusyacht. Daneben zwang er die Kinder immer wieder zum Sex untereinander. Manchmal zeichnete er die Szenen auf und stellte sie unter dem Pseydonym „Cooldaddy" auf einschlägigen Websites anderen Perversen zur Verfügung.

Es handelt sich um einen der  schlimmsten Fälle von Pädophilie, der in den vergangenen Jahren auf den Balearen aufgedeckt wurde. Nach einer spektakulären Fahndung – die spanischen Ermittler hatten zunächst Hinweise aus Dänemark und von der deutschen Botschaft erhalten – war es der Polizei im April 2011 gelungen, H. J. zu fassen, seitdem saß er in Palma in Untersuchungshaft. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Mann lebt seit rund zehn Jahren auf der Insel und hatte sich seinen Lebensunterhalt unter anderem als Callcenter-Agent, Tenniswart und später mit dubiosen Glücksspielen, die er im Internet anbot, verdient.

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