Inselrat will Müll aus Irland statt aus Italien importieren

Die Verhandlungen sind inzwischen weit fortgeschritten

02.05.2014 | 09:22

Der Inselrat auf Mallorca will nun Müll aus Irland importieren, um ihn zur Energiegewinnung zu nutzen. Nach Berichten in der mallorquinischen Lokalpresse steht die Konzessionsfirma Tirme in Verhandlungen mit den dortigen Behörden, um den "Brennstoff" vom Hafen von Derry nach Palma zu schaffen und auf der Insel in der Anlage von Son Reus zu verbrennen.

Der Inselrat hat sich damit offenbar von dem Plan verabschiedet, Müll aus Italien zu importieren. Dort waren bürokratische und juristische Probleme aufgetaucht. Im Fall von Irland sind die Verhandlungen hingegen fortgeschritten, die Rede ist von 28.000 Tonnen, die bereits im Juni nach Mallorca gelangen könnten.

Mit dem Müll-Import soll die zu groß konzipierte Anlage von Son Reus besser ausgelastet werden. Besonders im Winterhalbjahr fällt nicht genügend Müll zur Verbrennung an. Während der Inselrat darauf verweist, dass der "Ersatzbrennstoff" keine Belastung der Umwelt darstelle und so eine Erhöhung der Müllgebühren verhindert werden könne, warnen Gegner auch vor einem Imageschaden für Mallorca.

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