Illegaler Schneckenverkauf alarmiert Behörden

Insulaner beschweren sich beim Umweltministerium über ein Onlineportal, das mallorquinische Schneckenhäuser verkauft

24.01.2017 | 13:10
Das Onlineportal bietet Schnecken unterschiedlicher Herkunft an.

Das balearische Umweltministerium ermittelt aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung gegen ein europäisches Webportal, das Schneckenhäuser unterschiedlicher Herkunft - darunter auch von Mallorca - anpreist. Diese Art von Handel mit Tierarten sei illegal, informierte die Behörde, zumal es sich bei den angebotenen Exemplaren teilweise um seltene Arten handele. Das Sammeln solcher Tiere könne die Existenz bestimmter Arten zusätzlich bedrohen. Die Umweltbehörde habe deswegen bei der Zentralregierung in Madrid beantragt, entsprechende Schritte einzuleiten, um den Onlineverkauf dieser Schneckenhäuser europaweit zu stoppen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Onlineverkauf für Sammler Schlagzeilen auf der Insel macht. Im September 2016 sorgte ein ehemaliger deutscher Sandsammler für Furore, weil er Sand von verschiedenen mallorquinischen Stränden auf dem Versteigerungsportal Ebay anbot. Auf einer Insel, auf der die Einheimischen vor dem Ausverkauf ihrer Heimat an Touristen bangen, schlagen solche Meldungen besonders hohe Wellen. /tg

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