Tourismusministerium leitet Verfahren gegen Airbnb und Tripadvisor ein

Die beiden Portale hätten als einzige illegale Ferienapartments nicht aus dem Angebot genommen, so der Tourismusminister

12.12.2017 | 16:56
Darf hier an Urlauber vermietet werden?

Das balearische Tourismusministerium hat angekündigt, gegen die Vermittlungsportale Airbnb und Tripadvisor Verfahren einzuleiten. Die beiden Plattformen hätten als einzige illegale Ferienwohnungen nicht aus ihrem Angebot genommen, erklärte Tourismusminister Biel Barceló am Dienstag (12.12.) im Balearen-Parlament. Nun drohten Geldstrafen bis zu 400.000 Euro.

Hintergrund ist das neue Regelwerk zur Ferienvermietung auf Mallorca, das die Landesregierung im vergangenen Sommer verabschiedet hat. Es lässt zwar theoretisch erstmals auch Apartments für die Ferienvermietung zu, allerdings nur unter strengen Auflagen. Zudem gilt zunächst ein Moratorium, so dass alle Ferienapartments auf dem Markt derzeit gegen das neue Balearen-Gesetz verstoßen.

Hintergrund: die Vorgaben des neuen Regelwerks

Fünf Vermittlungsportale hätten die illegalen Angebote nach Aufforderung aus ihrem Angebot entfernt, so Barceló, nur Airbnb und Tripadvisor nicht. Die Verfahren gegen die beiden Konzerne würden nun prioritär behandelt.

Insgesamt wurden laut dem Minister seit Inkrafttreten des Gesetzes 84 Verfahren im Fall von Mehrfamilienhäusern sowie 6 weitere im Fall von Immobilienagenturen eingeleitet. /ff

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