Abgetaucht und losgekrault: Schwimmen im Verein auf Mallorca

Neben dem Meer bieten Dutzende Schwimmbäder und 32 Clubs gute Trainingsbedingungen.

18.02.2016 | 16:07
Auch beim Turmspringen machen balearische Sportler eine gute Figur: hier eine Springerin im Traingszentrum Son Hugo.

Dank medaillengekrönter Sportler wie Melani Costa, Catalina Corró, Marc Sánchez oder Marga Crespí (Synchronschwimmen) hat sich der mallorquinische Schwimmsport über Spanien hinaus einen Namen gemacht. Und dies in sämtlichen vier Disziplinen – Schwimmen, ­Synchronschwimmen, Wasserball und Wasserspringen.

32 Clubs sind im Verband Federació Balear de Natació (www.fbnatacion.org) zusammengeschlossen. „Mehr als 2.000 Schwimmer sind darin aktiv", weiß Raúl García, der Verbandsvorsitzende. Trainiert wird in den zahlreichen öffentlichen Schwimmbädern der Insel. Wegen ihrer 50-Meter-Becken von besonderer Bedeutung sind dabei die Schwimmanlagen Son Hugo und Son Moix in Palma sowie das Schwimmbad der Balearen-Universität (Escuela de Natación Campus Esport). Die Profis trainieren zudem in dem Leistungszentrum Príncipes de España sowie in dem privaten Best Swim Centre in Colònia de Sant Jordi.

Son Hugo und Son Moix sind die einzigen Schwimmbadanlagen auf der Insel, die über vorzeigbare Sprungtürme verfügen. Sowohl für das Wasserspringen (etwa Club Saltos Mallorca) als auch für Wasserball (zum Beispiel Mallorca Waterpolo Club) gibt es eigene Vereine. Synchronschwimmen können Mädchen bereits mit fünf Jahren beispielsweise im Illes Club in Marratxí erlernen – immer am Montag, Mittwoch und Freitagabend ab 19 Uhr (sämtliche Adressen rechts).

Der Nachwuchs
Formal nehmen die Vereine Kinder ab sechs Jahren auf. Jüngere Kids werden in Gruppen mit den Bezeichnungen „Iniciación" und „Pre-Benjamín" unter die Fittiche genommen. Die Kategorie „Benjamín" beginnt bei den Mädchen ab 11 Jahren (Jungen: 12 Jahre) und die der „Alevines" ab 14 Jahren (Jungen: 15 Jahren).

Die Turniere
Die Federació Balear de Natació organisiert in sämtlichen vier Disziplinen das ganze Jahr über ­Wettkämpfe. Die allgemeinen balearischen Schwimmmeisterschaften etwa steigen am 2. Juli. Den ganzen Sommer über gibt es auch zahlreiche Wettkämpfe im offenen Meer, unter anderem eine vom Best Swim Centre organisierte Open Water-Woche mit Wettbewerben rund um Sa Ràpita und Colònia de Sant Jordi.

Die Senioren
Das Eintrittsalter in die Älterenkategorie „Masters" unterscheidet sich je nach Disziplin: Beim Schwimmen und beim Turmspringen gehört man schon mit 25 Jahren zum gesetzteren Eisen. Beim Wasserball und beim Synchronschwimmen setzt man diese Grenze bei 30 Jahren an. Für Angehörige dieser Altersklassen werden nach Geburtsjahren ­gestaffelt Turniere ausgerichtet. „Beim Schwimmen gibt es sowohl im Sommer als auch im Winter je ­einen spanienweiten Wettkampf für ´Masters´-Schwimmer", sagt Verbandschef Raúl García.

Schwimmen in der Freizeit
Überall auf Mallorca verteilt gibt es öffentliche und zum Teil beheizte Schwimmbäder, die sich in der Regel in größeren Sportkomplexen befinden (eine Übersicht findet sich im Internet etwa unter www.deportemallorca.es/piscinas). Bei den im Kasten links aufgeführten Anlagen handelt es sich um Hallenbäder, die teilweise auch über Becken im Freien verfügen, die im Sommer geöffnet werden.

Die Kosten
Wer in der jeweiligen Gemeinde gemeldet ist, zahlt in den öffentlichen Schwimmgeldern weniger Eintrittsgeld, was auch für Rentner, Behinderte, Arbeitslose oder alleinerziehende Eltern gilt.

In Palma kostet zum Beispiel das Jahresabonnement für sämtliche öffentliche Sportanlagen und somit auch für die insgesamt neun Schwimmbäder derzeit 136 Euro für gemeldete und 181,50 Euro für nicht gemeldete Bürger (ein Familienabo gibt es für 210 beziehungsweise 279 Euro). Schwimmkurse für Groß und Klein kosten extra (ab 29 Euro). Eine komplette Tarif­übersicht kann im Internet unter www.imepalmademallorca.es heruntergeladen werden.

Die Vereine verlangen in der Regel 50 bis 70 Euro pro Monat für die Mitgliedschaft. Selbstredend extra kosten vom balearischen Schwimmverband angebotene Kurse beispielsweise zum Wasserball-Schiedsrichter (45 Euro) oder zur Rettungskraft an Schwimmbecken (185 Euro).

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