Mallorca muss Einkaufszentrum an der Playa de Palma genehmigen

Der Oberste Gerichtshof in Spanien hat die Landesregierung zur Lizenzvergabe verdonnert

Josep Capó

Die balearische Landesregierung muss das geplante Einkaufszentrum von ses Fontanelles an der Playa de Palma auf Mallorca genehmigen. Das hat der Oberste Gerichtshof in Spanien zugunsten des Bauträgers Unibail Rodamco entschieden, wie am Montag (11.3.) bekannt wurde.

Um das Projekt "Palma Springs" wird seit Jahren vor den Gerichten gestritten. Die Pläne für das Zentrum an der Playa de Palma umfassen über 200 Ladenlokale, zwölf Kinosäle und 3.700 Parkplätze. Die vermietbare Ladenfläche soll sich auf 75.000 Quadratmeter belaufen, die Investitionssumme auf knapp 225 Millionen Euro. Die Eröffnung war ursprünglich einmal für Herbst 2016 geplant.

Ganz so einfach ist die Sache jetzt jedoch nicht, zunächst muss die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca wieder eine Baugenehmigung gewähren. Diese war zwar 2014 ausgestellt, aber im vergangenen Jahr für nicht mehr gültig erklärt worden. Weitergehen kann es aber bereits mit den nötigen Erschließungsarbeiten auf dem Gelände, für die seit Jahren eine Lizenz vorliegt.

Der verantwortliche Konzern, die französisch-niederländische Gruppe Unibail-Rodamco, ist das größte börsennotierte Unternehmen im Bereich Gewerbe­immobilien in Europa. Umweltschützer laufen gegen das in dem Feuchtgebiet ses Fontanelles geplante Projekt seit Jahren Sturm. Nicht weit entfernt, in Coll d'en Rabassa, hatte 2016 das Shoppingcenter FAN seine Pforten geöffnet. /ff