20. Dezember 2012
20.12.2012

Fall Bitel: Fünf Jahre Haft für gierigen Informatik-Chef

Damià Vidal hatte unter der Regierung Matas laut dem Urteil Steuergelder in die eigene Tasche gewirtschaftet

22.12.2012 | 07:48

Urteil in einem weiteren Korruptionsprozess auf Mallorca: Damià Vidal, ehemaliger Geschäftsführer von Bitel, einer Informatikfirma der balearischen Landesregierung, ist wegen Veruntreuung und Amtsmissbrauch zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das Gericht sah es in dem Urteil von Freitag (21.12.) als erwiesen an, dass Vidal auf seinem Posten in der Regierung Matas (2003-2007) mit Tricks sein eigenes Gehalt erhöht hatte und so Sonderzulagen und Überstundenaufschläge einstrich. Außerdem hob er wiederholt mit der Kreditkarte des öffentlichen Unternehmens Geld am Bankautomaten für private Zwecke ab. Die Ermittler wiesen dem Verurteilten zudem nach, dass er einer Firma Aufträge zuschanzte, die er selbst über Strohleute erworben hatte. In einem weiteren Fall wurde gegen Schmiergeld ein Auftrag im Bereich Datenschutz an befreundete Unternehmer vergeben.

Vidal muss nun zusammen mit einem ebenfalls verurteilten Anwalt eine Geldbuße von 560.000 Euro zahlen. Der Anwalt hatte ohne Erfolg argumentiert, dass sein Mandant unter einer psychischen Störung leide, aufgrund der er sein Verhalten nicht habe kontrollieren können. Zwei Informatiker, die von den manipulierten Aufträgen profitiert hatten, wurden zu einer Haftstrafe von je einem Jahr verurteilt.

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