17. Januar 2018
17.01.2018
40 Años

Touristensteuer und Ferienvermietung: heftiger Gegenwind aus Madrid

Spanischer Tourismusminister, Carmen RIu und Gabriel Escarrer kritisieren in scharfen Tönen die Tourismuspolitik auf Mallorca

25.01.2018 | 10:49
Carmen Riu, Núñez Fejijóo, Gabriel Escarrer und Francina Armengol.

Die balearische Ministerpräsidentin musste sich bei ihrem Besuch in Madrid warm anziehen. Bei einer Podiumsdiskussion am Vorabend der Tourismusmesse Fitur an diesem Mittwoch (17.1.) erntete Francina Armengol scharfe Kritik für die Tourismuspolitik auf Mallorca von den Hoteliers Carmen Riu und Gabriel Escarrer. Sie kritisierten die Verdopplung der Touristensteuer in diesem Jahr als "Unsinn" und das Gesetz zur Neuregulierung der Ferienvermietung als zu lasch. Deswegen werde Mallorca in diesem Sommer erneut überlaufen sein.

In Insel-Destinationen wie Mallorca müsse die Ferienvermietung restriktiver geregelt werden, so Riu, Vorstandsvorsitzende des gleichnamigen Hotelkonzerns. Escarrer stieß ins gleiche Horn: Die wachsende Skepsis gegenüber dem Massentourismus auf Mallorca sei Folge des Laisser-faire in der Ferienvermietung, so der Hotelier (Meliá Hotels).

Ferienvermietung: das neue Regelwerk auf Mallorca

Auch wenn sich bislang noch keine Auswirkungen der Touristensteuer auf die Urlauberzahl gezeigt habe, werde in diesem Jahr die Kurve nach unten gehen, prognostizierte Riu mit Verweis auf die Erholung der Konkurrenzdestinationen Türkei und Tunesien. Und just in diesem Moment werde die Touristensteuer verdoppelt. "Frau Präsidentin, ich habe noch niemals erlebt, dass eine Abgabe verdoppelt wurde", so die Hotelmanagerin.

Touristensteuer auf Mallorca: Zehn Fragen, zehn Antworten

Armengol, die bei der Debatte gehörig in die Defensive geriet, verwies auf die große Akzeptanz der Touristensteuer in vielen Ländern. Mallorca müsse auf die Qualität setzen, nicht auf die Quantität.

In den Chor der Kritiker stimmte des Weiteren der spanische Industrie- und Tourismusminister, Álvaro Nadal, ein. Auch er machte in einer Ansprache die Ferienvermietung dafür verantwortlich, dass Mallorca im Sommer überlaufen sei. Auch wenn diese von Urlaubern nachgefragt werde, müsse die Branche vernünftig reguliert werden. Die Zuständigkeit liege nunmal bei den Regionen, und diese zeigten bei dieser Aufgabe ein unterschiedlich gutes Händchen. /ff

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